Samstag, 16. November 2013
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Einen eigenen DynDNS-Service betreiben

, 23:53

DynDNS ist eine praktische Sache: der heimischen Internetverbindung wird ein Name zugewiesen, und wenn die IP-Adresse wechselt, dann kann der automatisch aktualisiert werden. Die meisten handelsüblichen Router können das — aber nicht allein, sondern es wird immer ein spezieller DNS-Server benötigt.

Da gab es mit dyndns.org lange Zeit einen gut funktionierenden kostenlosen Dienst, aber der nennt sich inzwischen dyn.com und will verhältnismäßig viel Geld haben (es gibt zwar immernoch eine kostenlose Variante, aber die muss regelmäßig per Klick auf bunt blinkende Mails wieder freigeschaltet werden). Der Wechsel zu irgendeinem der Konkurrenten verbessert die Lage mutmaßlich immer nur vorübergehend. Außerdem möchte zumindest ich meine Infrastruktur so viel wie möglich selbst betreiben.

Die Aufgabe ist also, einen Eintrag im DNS zu ändern. Eigentlich gibt es einen Prima Standard um DNS-Zonen zu aktualisieren, nämlich das Dynamic DNS Update Protocol, wie es in RFC 2136 und RFC 2137 beschrieben ist. Das können die aktuellen DNS-Server ohne zusätzliche Software, und es ist auch schön kryptographisch abgesichert, aber keiner der handelsüblichen Router kann das (diesem Muster werden wir später nochmal begegnen).

Da muss es doch was von GNU geben. Und tatsächlich: genau diese Aufgabe übernimmt GnuDIP. Das wird zwar seit mehr als 10 Jahren nicht mehr weiterentwickelt, funktioniert aber stabil (Ok, die Webseite sieht sehr altbacken aus und möchte gern ein Java-Applet zur Bestimmung der IP-Adresse verwenden — und was ich davon halte ist ja bekannt).

Im Folgenden richten wir unter der Beispieldomain steinhobelgruen.de eine dynamische Domain dyn.steinhobelgruen.de ein.

Installation

Als Basis nehmen wir einen Debian GNU/Linux-Server mit bind9 als DNS-Server und MySQL als Datenbakserver und gehen (zumindest für den mittleren Teil) grob nach dieser Anleitung vor. Leider hat Debian das gnudip-Paket irgendwann aus der Distribution entfernt, wir machen also eine richtig klassische /usr/local-Installation.

Wir laden das Paket runter, entpacken es und „installieren“ die Software:

wget http://gnudip2.sourceforge.net/gnudip-www/src/gnudip-2.3.5.tar.gz
tar zxvf gnudip-2.3.5.tar.gz
mv gnudip-2.3.5/gnudip /usr/local

Dann legen wir die Datenbank an, dazu passen wir in der Datei gnudip-2.3.5/gnudip.mysql eventuell noch Datenbankname und Passwort an und rufen dann MySQL auf:

mysql -uroot -p  < gnudip-2.3.5/gnudip.mysql

In der GnuDIP-Konfiguration unter /usr/local/gnudip/etc/gnudip.conf müssen wir dasselbe Datenbankpasswort  konfigurieren.

Die mitgelieferten cgi-Skripten konfigurieren wir auf dem Webserver; dazu fügen wir die folgenden Zeilen in der Konfiguration des Webservers ein (eventuell in einem bestimmten Virtual Host):

[...]
Alias /gnudip/html/ /usr/local/gnudip/html/

<Location /gnudip/html/>
Options Indexes
ReadmeName .README
HeaderName .HEADER
RemoveHandler .pl
RemoveType .pl
AddType text/plain .pl
</Location>
ScriptAlias /gnudip/cgi-bin/ /usr/local/gnudip/cgi-bin/

DNS Server konfigurieren

Erstmal richten wir einen Schlüssel für DNS-Updates ein. Dazu brauchen wir das dnssec-keygen-Tool aus dem Debian-Paket dnsutils.

dnssec-keygen -a hmac-sha512 -b 512 -n HOST gnudip

Der Aufruf erzeugt zwei Dateien, die zum Beispiel Kgnudip.+165+23314.key und Kgnudip.+165+23314.private heißen.

Wenn der DNS-Server eine Domain dynamisch aktualisieren soll, dann braucht er ein Verzeichnis, in dem er Schreibrechte hat. Wir legen also eins an:

mkdir /etc/bind/dyndns
chown bind:bind /etc/bind/dyndns

In das neue Verzeichnis legen wir eine fast leere DNS-Zonendatei dyn.steinhobelgruen.de:

$ORIGIN dyn.steinhobelgruen.de.
$TTL 86400
@ IN SOA nyx.wazong.de. hostmaster (
      0 ; Serial
   3600 ; Refresh
   1800 ; Retry
 604800 ; Expire
  600 ) ; Negative Cache TTL
@ IN NS nyx.wazong.de.
@ IN MX 0 nyx.wazong.de.
@ IN A 188.40.53.18

Die neue Zone deligieren wir in der Zone steinhobelgruen.de an unseren Nameserver:

$ORIGIN steinhobelgruen.de.
[...]
dyn IN NS nyx.wazong.de.

Den vorhin erzeugten Schlüssel aus der …private-Datei kopieren wir folgendermaßen in die named-Konfiguration  aufgenommen (in einer neuen Datei /etc/bind/gnudip.key ) …

key gnudip-key {
 algorithm hmac-sha512;
 // the TSIG key
 secret "u+/X3NGp1aQxvJedO/8j2xHDxtNgBaSOMgAYMo/OtpbUJXh02Fwfi8+u+yNq/zkIp36m2vY85pw8pgKMk5XSAw==";
 };

… und in der /etc/bind/named.conf.local legen wir die dynamische Zone an und erlauben die Aktualisierung mit dem Schlüssel:

[...]
// include definition of GnuDIP update key
 include "/etc/bind/gnudip.key";
// define GnuDIP dynamic DNS zone
 zone "dyn.steinhobelgruen.de" in {
 type master;
 file "/etc/bind/dyndns/dyn.steinhobelgruen.de";
 allow-query { any; };
 update-policy { grant gnudip-key subdomain dyn.steinhobelgruen.de; };
 };

Wenn alles passt können wir Bind neu starten (bzw. die Konfiguration neu laden).

/etc/init.d/bind9 reload

Die Teile Verbinden

Der Private Schlüssel kommt zur GnuDIP-Installation nach /usr/local/gnudip/etc/ und wird in /usr/local/gnudip/etc/gnudip.conf eingetragen:

[...]
nsupdate = -k /usr/local/gnudip/etc/Kgnudip.+165+23314.private
[...]

Nach dieser Einrichtung sollten wir direkt auf dem Webinterface einen Admin-Benutzer und die Domain anlegen. Danach können wir weitere Benutzer anlegen oder sogar Selbstregistrierung einschalten.

GnuDIP Web Interface

Router anbinden

An dieser Stelle ist GnuDIP jetzt zu sicher um praktisch zu sein: es definiert nämlich ein eigenes Protokoll für die Aktualisierung der Einträge über HTTP, in der das Passwort zusammen mit einem Salt und einem Zeitstempel in einem MD5-Hash und base64-codiert übertragen wird. Genau so sollte so etwas eigentlich auch gemacht werden, aber keiner der handelsüblichen Router kann das.

Grrrrr! Was können die denn überhaupt?

Nun ja, das ist unterschiedlich. Da ich so eine gerade hier habe, werden wir als Beispiel eine Fritz!Box anbinden. Die unterstützt als DynDNS-Anbieter „Benutzerdefiniert“ und kann dann eine selbstgewählte Update-URL eintragen. Was sie dabei übertragen kann steht in dieser Dokumentation bei AVM. Also habe ich in GnuDIP eine zusätzliche und vereinfachte Update-URL eingebaut, die dazu passt.

Um die bei Euch zu installieren, müsst Ihr dieses Archiv mit zwei Dateien herunterladen, sie auspacken und zu Eurer GnuDIP-Installation dazu kopieren.

Damit ergibt sich als neue Update-URL:

https://steinhobelgruen.de/gnudip/cgi-bin/simpleupdt.cgi?user=<username>&pass=<pass>&domn=<domain>&addr=<ipaddr>&reqc=0 (und zwar genau so mit allen Platzhaltern). Die restlichen Parameter werden wie gewohnt konfiguriert (Achtung! Die Domain muss mit dem Benutzernamen anfangen!)

Benutzerdefinierter Service

Durch die Änderung werden jetzt Benutzername und Passwort im Klartext über’s Netz geschickt. Das gleiche Problem hat aber auch die Benutzeroberfläche, so dass auf dem Server vielleicht sowieso besser TLS (https) benutzt werden sollte.

Und siehe da: es funktioniert:

dentaku@nyx:~$ host dentaku.dyn.steinhobelgruen.de
dentaku.dyn.steinhobelgruen.de has address 78.42.203.144
dentaku@nyx:~$

(P.S.: gebt Euch keine Mühe, die Beispieldomain gibt es wirklich, aber die Schlüssel hier im Blogbeitrag sind natürlich nicht die echten — ach ja, und alle Domain- und Hostnamen werden bei Euch andere sein, wenn Ihr der Anleitung folgt)

Montag, 29. Juli 2013
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Wir wollen von Rivva gelesen werden

, 14:24

Diese Woche tritt das unselige Leistungsschutzrecht für Presserverlage in Kraft. Es verbietet Suchmaschinen und Aggregatoren, (auch kleine) Ausschnitte aus Presseerzeugnissen ohne Genehmigung der Verlage wiederzugeben. Die Verlage hatten gehofft, damit von den großen Suchmaschinen Geld bekommen zu können. Doch Google hat es sich einfach gemacht, und lässt sich von den Verlagen eine zukünftige kostenlose Nutzung bestätigen — andernfalls würden ihre Webseiten nicht mehr in den Suchergebnissen auf Google News erscheinen. Ich gehe im Moment davon aus, dass kein Verlag — auch keiner der Befürworter des Leistungsschutzrechts — darauf verzichten möchte und dass daher alle zähneknirschend eingewilligt haben werden. Leider haben die anderen Aggregatoren keine so große Marktmacht, und so trifft das Gesetz jetzt den, für den es sich die Verlage gewünscht hatten am wenigsten.

Rivva lässt konsequenterweise die Snippets verschwinden. In den Kommentaren zu dem entsprechenden Artikel erklären jetzt massenweise Blogger und andere Seitenbetreiber ein explizites Opt-In. Das ist nett (und der Zuspruch wird Frank Westphal vermutlich auch freuen), aber wirklich nützlich ist es nur, wenn der Rivva-Bot ein solches Opt-In beim Lesen der Seite sehen kann. Auch auf den Gedanken bin ich natürlich nicht allein gekommen, und so tauchen — ebenfalls in den Kommentaren — bereits zwei unterschiedliche Implementierungen auf.

Felix Schwenzel (@diplix) schlägt


<meta name="rivva" content="Allow: *"/>

in der Seite vor, @herzi schlägt eine Erweiterung der robots.txt vor:


User-agent: Rivva
X-allow-snippets: true

Das ganze kann nur wirklich funktionieren, wenn wir uns einigen, drum habe ich mir die Spezifikationen der beiden Methoden kurz angesehen und mache auf dieser Basis hier einen dritten Vorschlag. 😉

Vorschlag:

In Anlehnung an Googles nosnippet-Direktive würde ich in robots.txt und in den Robots-Meta-Tags eine snippet-Direktive einbauen. Das würde keinen der aktuellen Parser verwirren, denn sowohl in HTML-Meta-Tags als auch in robots.txt soll der Parser laut Spezifikation unbekannte Direktiven ignorieren. Das würde dann so aussehen:

<meta name="rivva" content="index,follow,snippet"/>

bzw.


user-agent: rivva
allow: /
snippet: /

Snippets könnten damit natürlich auch für weitere (oder alle) Crawler freigegeben werden. Was meint Ihr?

Und wichtiger: kann der Rivva-Bot so etwas (in absehbarer Zukunft) berücksichtigen?

Freitag, 5. Juli 2013
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Neun!

, 21:52

Seit neun Jahren schreibe ich jetzt hier rein.

In der Zeit habe ich 767 Artikel geschrieben, 1792 Fotos veröffentlicht und 26694 Statusmeldungen, 578 Mugshots und 486 Linkempfehlungen automatisch importiert. Ihr habt 530 Kommentare abgegeben (und ich 334).

Einmal habe ich in der Zeit den Server gewechselt und alles umgezogen. Vier mal habe ich das Design der Seite umgekrempelt, und eine neue Version wäre schon lang mal wieder fällig — aber man kommt ja zu nichts.

So, das war’s mit den internen Mitteilungen, weiter im Programm.

Montag, 1. Juli 2013
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Iron Blogger: Medienecho

, 22:17

Der Artikel im ZDF Hyperland-Blog ging ja schon vor einiger Zeit rum. Aber jetzt sind wir auch auf Spiegel Online vertreten. 🙂

(Nebenbei zum aktuellen Stand: im Moment laufen bei mir auf ironblogger.de die Auswertungen für den Bodensee, Bonn, Franken, Karlsruhe, Köln, MünchenMünster, Stuttgart und sogar für eine Gruppe außerhalb Deutschlands, nämlich die Schweiz — weitere Gruppen sind herzlich willkommen.)

Update:

Von den Bonnern erfahre ich gerade: Auch auf DW.de gab es einen Artikel.

Montag, 20. Mai 2013
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Lob des Selberhostens

, 11:47

Hoste das Einfachste! Für die,
Deren Zeit gekommen ist,
Ist es nie zu spät!
Hoste Diaspora, es genügt nicht, aber
Hoste es! Laß dich nicht verdrießen!
Fang an! Du mußt alles wissen!
Du mußt die Server übernehmen.

Hoste, Mann im Asyl!
Hoste, Mann im Gefängnis!
Hoste, Frau in der Küche!
Hoste, Sechzehnjährige!
Du mußt die Server übernehmen.
Suche Github auf, Obdachloser!
Verschaffe dir Adminzugang, Frierender!
Hungriger, greif nach der Shell: sie ist eine Waffe.
Du mußt die Server übernehmen.

Scheue dich nicht zu fragen, peer!
Laß dir nichts einreden,
Setz selber auf!
Was du nicht selber hostest,
Hast du nicht.
Prüfe die Checksumme
Du mußt sie ausrechnen.
Lege den Finger auf jeden Post,
Frage, wie kommt er hierher?
Du mußt die Server übernehmen.

(CC-BY-SA 3.0 DE Felix Neumann)

(hier zum gleichen Thema)

Freitag, 17. Mai 2013
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This is how I blog

, 11:17

(via alle: Kiki, Nuf, ix, Johannes, Anke Gröner, Jens Scholz, Anne Schüssler, jawl, …)

Es geht endlich mal wieder ein großes Stöckchen um. Der Ursprung scheint bei Isabella Donnerhall zu liegen. Das Grundthema hatten wir zwar schon mal, aber der spezifische Fragenkatalog macht die Sache interessant:

Blogger-Typ:
Chaotischer Allesaufschreiber ohne roten Faden. Ich bewundere die ein wenig, die es schaffen, immer zu einem bestimmten Thema zu bloggen. Dies hier ist mein Zettelkasten und meine Gehirnerweiterung, da kann ich mich nicht beschränken.

Gerät­schaf­ten digi­tal:
Ein MacBook Pro, ein iPhone 4, ein iPad 1 und eine etwas in die Jahre gekommene KonicaMinolta-Digitalkamera. Näheres siehe Das Setup.

Gerät­schaf­ten ana­log:
Was ich nicht digital notiert habe, das existiert nicht. Dieser sogenannten echten Welt fehlt es nämlich gehörig an Funktionen zur Wiederauffindung der einmal aufgeschriebenen Sachen. Ganz abgesehen davon habe ich meine Schreibschrift schon in der Mittelstufe abgeschafft (nachdem ich sie selbst nicht mehr lesen konnte), und so machen meine analogen Dokumente sowieso nicht so viel her.

Ein paar klassische Fotoapparate habe ich noch … mit denen könnte ich eigentlich tatsächlich mal wieder was machen.

Arbeits­weise:

Wel­che Tools nutzt du zum Blog­gen, Recher­chie­ren und Bookmark-Verwaltung?
Dieses Blog läuft auf WordPress, und die meisten Texte schreibe ich auch direkt auf dessen Backend. Längere Texte schreibe ich häufig auf dem iA Writer vor, denn der synchronisiert so schön zwischen allen Geräten hin und her, dass ich bei plötzlich auftretenden Ideen auch auf dem Telefon schnell einen Absatz schreiben kann.

Für Bookmarks hatte ich früher mal delicious, jetzt habe ich pinboard und quote.fm. Was ich wo speichere ist auch für mich eher unvorhersehbar, aber nach Möglichkeit importiere ich alles hierher. Wenn es klappt. Zum Glück kann ich mir Dinge auch gut merken.

Wo sam­melst du deine Blogideen?
Ich fange Artikel in den WordPress-Entwürfen an oder Texte im Writer, und manche Ideen stecken auch noch in der elektronischen ToDo-Liste. Wenn ich Glück habe, finde ich sie wieder bevor sie vergammeln. Hatte ich erwähnt, dass ich chaotisch bin?

Was ist dein bes­ter Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?
Ich prokrastiniere hier. Wieso sollte ich da Zeit sparen wollen?

Benutzt du eine To-Do-List-App?
Ja, mit OmniFocus sogar eine sehr gute, aber ich verwende sie hauptsächlich um Dinge reinzuschreiben und dann zu vergessen. Um wirklichen Nutzen daraus ziehen zu können, müsste ich halt wenigstens ab und zu reinsehen und Dinge abarbeiten.

Gibt es neben Tele­fon und Com­pu­ter ein Gerät, ohne das du nicht leben kannst?
Gilt die Kaffeemaschine?

Gibt es etwas, das du bes­ser kannst als andere?
Ja, so ein paar Sachen: die meisten davon hängen mit meiner Fähigkeit zusammen, komplexe Zusammenhänge zu überblicken. Viele andere sachen kann ich dafür wahrscheinlich schlechter als andere.

Was beglei­tet dich musi­ka­lisch beim Bloggen?
Da bin ich nicht so festgelegt. Oft läuft im Hintergrund auch der Fernseher mit irgendetwas, das die anderen (meine Frau und/oder die Kinder) gerade anschauen. Fernseher ignorieren kann ich gut.

Wie ist dein Schlafrhyth­mus – Eule oder Nach­ti­gall Lerche?
Eine Eule, die zum täglichen Aufstehen spätestens um 06:00 gezwungen wird — durch die Termine, die mir vom Schulbeginn der Tochter und der Arbeit in meinem aktuellen Projekt aufgezwungen werden. Wenn ich abends gegen Mitternacht gerade mit dem Schreiben oder Programmieren in Schwung komme, muss ich mich deshalb dringend zwingen, trotzdem ins Bett zu gehen. seufz

Eher intro­ver­tiert oder extrovertiert?
Eher introvertiert: ich brauche regelmäßig meine Ruhe um Energie zu tanken. Ich treffe mich gern mit netten Leuten, aber lieber nicht mit zu vielen auf einmal. Und ich hasse telefonieren (das hat vielleicht auch gar nichts damit zu tun, passte hier aber gerade gut hin).

Wer sollte diese Fra­gen auch beantworten?
Ich glaub, jetzt haben wirklich alle.

Der beste Rat, den du je bekom­men hast?
Auf den warte ich noch.

Noch irgend­was wichtiges?
Hier, äääh, Dings!

Montag, 13. Mai 2013
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Weitere Berichte über unseren IronBlogger-Vortrag

, 09:27

In den Blogs der Leute, die mit mir auf der Bühne standen:

Woanders gefunden:

(wird fortgeführt)

Samstag, 27. April 2013
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Eine Perle in der Spamflut

, 21:53

Heute erreichte mich dieses ausgesucht wirre Exemplar einer Spam-Kontaktaufnahme, die wollte ich Euch nicht vorenthalten:

hallo Liebe

Ich bin für Abdel, ist mir eine Freude fallen diese paar Worte der Freundschaft Notiz über euch, ich bin auf der Suche nach guten Beziehungen mit Ihnen trotz Ihres Alters, Karriere und Würde, Eigentlich haben wir nicht gegenseitig bekannt vor, aber ich glaube, durch Kommunikation werden wir uns selbst besser kennen zu lernen, bitte ich werde wie du mir antworten zurück mit dieser E-Mail, ich werde für Ihren reagieren warten, damit ich senden Details über mich und meine pictures.regards und Gottes Segen,

Verpassen Gunsten.

Montag, 22. April 2013
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Die Vielfalt der iblog0711-Gruppe

, 15:57

Im Zuge der Vorbereitung für den re:publica-Vortrag zum Iron Blogging habe ich die Stuttgarter IronBlogger nach Tags zur Beschreibung ihres Schaffens gefragt. Das Ergebnis zeigt die Themenvielfalt unserer Gruppe ganz anschaulich:

Eine Tagwolke

Mir gefällt das so sehr gut.

Mittwoch, 30. Januar 2013
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Wirre Gedanken zum #aufschrei

, 23:09

Ein #Aufschrei ging durch Twitter (ja ich weiß, ich bin immer etwas langsam, immer hinter der Welle. Das hat den Vorteil, dass ich nicht mehr die Grundgeschichte aufschreiben muss; das haben andere Leute schon viel besser getan).

Ich bin ernsthaft erschreckt, als ich all die Geschichten gelesen habe. Ich wusste natürlich, dass Frauen überhaupt belästigt werden, auch dass das auf vielerlei Art geschieht, aber das Ausmaß war mir nie klar. Das passiert doch immer woanders. Ich bin allerdings in solchen Dingen sowieso immer etwas unbedarft, und würde wahrscheinlich zumindest die subtileren Varianten nicht mitbekommen, wenn sie direkt neben mir passieren. Es ist also notwendig, auch über mein direktes Umfeld genauer nachzudenken.

Ich versuche selbst, mich so gut wie möglich zu verhalten. Ich weiß nicht genau, wie gut mir das im Alltag gelingt: „echte“ sexuelle Übergriffe sind natürlich völlig ausgeschlossen, aber an vielen anderen Stellen muss und werde ich mein Verhalten nach dem gelesenen auf den Prüfstand stellen.

Natürlich mache ich mir schon länger ähnliche Gedanken wie Formschub:

Auf dem Weg zum Parkplatz, auf der Großen Elbstraße in der Nähe des Hamburger Fischmarkts, näherte ich mich von hinten einer Frau, die in dieselbe Richtung ging. Es war niemand sonst in Sichtweite. Ich glaubte zu spüren, dass sich die Frau unwohl fühlte, vielleicht sogar Angst hatte, als sie meine Schritte hinter sich hörte. Ich steuerte bewusst an den äußersten Rand des Gehsteigs, um sie mit größtmöglichem Abstand zu überholen und ihr zu signalisieren, dass sie keinen Grund zur Besorgnis hat, ehe ich abbiegen konnte, zu meinem Wagen ging und sich unsere Wege trennten.

Wenn ich auf meinem Weg zum Beispiel zufällig hinter einer Frau hergehe, lasse ich mich in der Regel zurückfallen oder gehe z.B. einen anderen Weg zu meiner Garage. Es ist natürlich schade, dass das überhaupt nötig ist, aber verglichen mit dem, was in den Aufschrei-Tweets stand, ist diese Beeinträchtigung geradezu lächerlich. Und man sieht mir ja nicht an, dass ich einer von den Guten bin — falls ich das überhaupt bin, siehe oben oder in Christian Fischers lesenswerter Selbstrefelexion.

Also noch einmal: lesen, was ein Problem ist. Eigenes Verhalten überprüfen.

Ich habe in demselben Zusammenhang aber auch einen Link zu diesem Tumblellog gefunden. Breitbeinig dasitzen? Das kann ich ob meiner Leibesfülle gar nicht anders. Wenn das inakzeptables Verhalten ist, dann tut es mir leid. An diesem Ende der Skala bin ich ratlos.

(viel mehr Artikel sind bei Anke Gröner verlinkt)

Dienstag, 15. Januar 2013
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Belly Off 3 (oder: Zweitverwertung)

, 23:13

Wenn ich mich sowieso gerade zusammennehmen möchte, dann kann ich das auch in zwei Gruppen machen. Montags ist immer der Messungstag der 321-Blogger, Dienstags Berichtstag für Belly Off 3.

Belly Off 3 läuft beim MC Winkel und heute ist Start. Heute morgen zeigte die Waage 153,9 kg und 40% Körperfettanteil. Das entspricht etwa 600 handelsüblichen Packungen Camembert, und so ähnlich sieht das von oben auch aus:

Um das zu ändern, werde ich versuchen, mein Sportprogramm auf dem Vorweihnachtsniveau aufrechtzuerhalten und mich gesünder zu ernähren (dabei insbesondere auf diese dummen kleinen Dinge zwischendurch zu verzichten). Das ging heut schon ganz gut los:

Die Zaubermittelchen, deren Hersteller einer der Sponsoren des Projekts ist, werde ich nicht einnehmen. Neben anderen Gründen bin ich dazu auch zu feige.

#boff3 ist als Blogparade organisiert, drum folgen hier die Links zu den Startartikeln der übrigen Teilnehmern (das wird natürlich noch ergänzt, denn in den Listen fehlt ja jetzt noch dieser und alle weiteren Artikel). Es handelt sich um eine beeindruckend lange Liste, und ich bin schon gespannt, ob ich auch in dieser Gruppe den aktuellen Spitzenreiter stelle:

mehr…

Mittwoch, 9. Januar 2013
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Die Jahresrückblicke der Anderen

, 17:25

Wo wir gerade bei Jahresrückblicken sind (jaja, ich hab’s bald): diese Jahresendfragebögen waren in der Blogosphäre ja mal allgegenwärtig. Das hat ein wenig abgenommen, aber ich habe während des Urlaubaufholens im Feedreader noch einige gefunden. Das ist gut, denn ich lese die gerne.

Ich empfehle die Antworten von Anke Gröner und der Kaltmamsell, die beide im vergangenen Jahr ihr Leben mindestens teilumgekrempelt haben. Das ist spannend (und wird natürlich auch sonst weiter verfolgt).

Und dem Christian Fischer (aka jawl), dem es im vergangenen Jahr gar nicht besonders gut gegangen ist, dem wünsche ich ein besseres 2013.

Außerdem noch gefunden (ohne spezielle Reihenfolge):

Viel Spaß beim lesen (fehlt jemand?).

Montag, 26. November 2012
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Blogstöckchen: Wie viele Ebenen schaffen wir?

, 18:15

Ein Stöckchen — und ein Computerbildschirmefraktal! Stefan Waidele schreibt:

So, nachdem ich offensichtlich meinen ersten Platz bei der Google-Suche nach dem Begriff “Blogstöckchen” wieder verloren habe, möchte ich selbst eines starten. Ich bin vor kurzem auf folgenden Cartoon gestoßen. Ich finde die Idee vom “Bild im Bild im Bild im …” klasse.

Also: Wie viele Bilder im Bild schaffen wir?
Einfach den Links unter diesem Artikel zum neusten Beitrag folgen, den Bildschirm abfotografieren, ins eigene Blog posten, das Bild mit dem Abfotografierten Artikel verlinken und (optional) den Trackback hierhin setzen. (Link zum Orginal bei c’t wäre wohl auch nicht schlecht.)

Na dann los:

Wer will mitspielen?

Sonntag, 18. November 2012
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Stuttgart West

, 21:54

Kaum außerhalb von Hamburg nach Süden liegt … nein, das muss ich anders anfangen. Im Moment geht eine Welle durch die Deutsche Bloglandschaft. Schuld daran hat Maximilian Buddenbohm, der gerade eine neue Wohnung in Hamburg sucht und sich die anderen Stadtteile beschreiben lassen möchte. Schon bald war klar, dass die Blogger sich nicht auf Hamburg beschränken können würden, oder dass der Hamburgbegriff zumindest weit gefasst werden müsste.

Anne Schüßler hat sich des Ruhrgebiets (beginnend mit Essen) angenommen, und isabo nimmt gleich den ganzen Rest der Welt. Hier also Stuttgart (falls zufällig jemand andere Teile von Stuttgart beschreiben möchte, würde ich das gern hier verlinken).

Ich selbst wohne ja erst seit 2005 in Stuttgart. Vorher wohnte ich in München und davor in einem kleinen Dorf in der Nähe von München und davor … aber lassen wir das.

Stuttgart West also liegt nicht so richtig in Hamburg sondern eben in Stuttgart, und man kann am Namen gleich sehen, dass die fünf innersten Stadtteile (S-Mitte, S-Nord, S-Ost, S-Süd und S-West) hier nicht besonders originell benannt sind.

West ist ein künstliches Gebilde aus sechs urbanen Bezirken (unserer heißt z.B. Vogelsang) und drei eher dünn besiedelten (leicht zu erkennen an ihren Namen Kräherwald, Wildpark und Solitude). Das verfälscht die Bevölkerungsdichte deutlich nach unten (laut Wikipedia insgesamt 2776, in unserem Bezirk aber 22046 Einwohner/km² — dort steht auch, es sei eins der dichtestbesiedelten Wohngebiete in Deutschland, darüber wird allerdings auf der Diskussionsseite noch … ääähm … diskutiert).

Zur vorletzten Jahrhundertwende lag diese Gegend noch am Rand der Stadt, dann entstand in relativ kurzer Zeit eine recht einheitliche Bebauung mit vier- bis siebengeschossigen Mehrparteienhäusern in schicker Sandsteinoptik. Die Häuser sollten was hermachen, wer hier baute war schließlich wohlhabend — aber oft nicht reich und außerdem auch noch Schwabe, weshalb die straßenabgewandten Seiten der Häuser meistens aus schlichten Ziegeln gebaut sind. Auffällig sind die wegen des Brandschutzes exakt 3 m breiten Gänge zwischen den Häusern. Durch sie gelangt man oft zu schlichteren Rückgebäuden, in denen auch heute noch, neben weiteren Wohnungen, viele Handwerks- und Kleinindustriebetriebe zu finden sind. Die Erdgeschosse der Vorderhäuser beherbergen vielfach Läden oder Kneipen. Im Gegensatz zur Innenstadt hielt sich die Kriegszerstörung in Grenzen, so dass ein großer Teil dieser Häuser im Urzustand erhalten ist.

Das führt auch zu einem der größten Probleme des Viertels, denn die Kombination aus hoher Bevölkerungsdichte und Bebauung aus der Zeit vor Erfindung der Garage führt zu „absolut keine Parkplätze“. Eine halbe Stunde ist schnell mit Kreisen um die Blöcke verbracht, wenn man einen nicht unbedingt günstig gelegenen aber wenigstens legalen Parkplatz haben möchte. Die Einführung von Anwohnerparkausweisen im letzten(?) Jahr hat die Situation zwar tagsüber verbessert, aber tagsüber bin ich immer woanders und will hier gar nicht parken. Hätte ich nicht einen Tiefgaragenplatz unter einem benachbarten Sportplatz gemietet, wäre ich inzwischen wahrscheinlich verrückt geworden.

Kein Problem ist dagegen der Ausländeranteil; die Bevölkerung ist von den Nationalitäten her bunt gemischt. Das sorgt auch für eine gesunde Mischung multinationaler Kinder in Kindergarten und Schule, so dass unsere Kinder gar nicht erst auf die Idee kommen, Menschen aus anderen Ländern seien irgendwie nicht normal. Der typische Bewohner „schafft beim Daimler“ mit ordentlichem Facharbeitergehalt, wird seine Wohnung also nicht so schnell verlassen. Das hält die Gentrifizierungstendenzen im Zaum (wobei ich für eine längerfristige Beurteilung noch nicht lange genug hier wohne — man hat mir mal gesagt, meine Straße sei noch in den 80ern als „üble Gegend“ in Verruf gewesen).

Stuttgart ist nicht so groß; von unserer Wohnung aus kann man in jeweils unter einer halben Stunde zu den Einkaufsmeilen der Innenstadt oder aus der Stadt raus in den Wald laufen. Für fast alle Einkäufe ist das aber gar nicht notwendig, weil es fast alles direkt um die Ecke gibt. Die Bäckerei, mehrere Restaurants, einen Pizza- und Dönerladen, zwei Wäschereien, einen Friseursalon und sogar das Schulgebäude kann ich gleich von unserem Fenster aus sehen. Im Gegensatz zu unserer ersten Stuttgarter Wohnung haben wir diesmal auch nur einen geringen Höhenunterschied zwischen unserem Haus und den täglich benötigten Geschäften. Darauf muss man achten, das haben wir gelernt, denn in Stuttgart geht man fast keinen Weg, ohne einen Hügel zu erklimmen; allein in Stuttgart West liegt der niedrigste Punkt am Feuersee bei etwa 250 m, der höchste auf dem Birkenkopf mit 511 m über NN.

Außerdem gibt es natürlich in der Nähe noch einige Plätze, auch mit Wochenmarkt, kleinere Parks, auch mit Spielplätzen (überhaupt: unzählige Spielplätze) und den Feuersee mit seiner markanten Kirche, deren Turmspitze nach dem Krieg nicht wieder aufgebaut wurde. Alles in allem wohnt man hier wirklich schön.

Nach der Mietpreisentwicklung der letzten Jahre kann ich den Buddenbohms trotzdem nicht empfehlen, ausgerechnet hier eine Wohnung mieten zu wollen. Es ist zwar wahrscheinlich immernoch billiger als in St. Georg, aber eben wie gesagt auch ziemlich weit weg.

Donnerstag, 15. November 2012
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Serious Drinking

, 17:45

Langsam entwickelt sich Wazong zu einem kleinen Bloghoster. Ich darf Freund R. hier herzlich willkommen heißen, der sich auf der neuen Seite Serious Drinking in Zukunft ebendamit beschäftigen möchte.

Prost!

Montag, 22. Oktober 2012
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#neuesblogfürpercanta

, 15:42

Es hat sich so ergeben, dass ich für @Percanta ein neues Blog aufgesetzt habe (Blogspot zickte irgendwie rum, auf Twitter war Mimimi, ich bot Platz an). Das alte Blog sollte natürlich importiert werden.

Schnell ein Blog zu klicken war natürlich überhaupt kein Problem, der Import ging am Wochenende mit zwei Plugins erstaunlich schnell und einfach, ein paar kosmetische Anpassungen am HTML der Blogeinträge und ein paar Plugins zum Aufhübschen noch, und ich hatte eine Grundlage.

Mit Hilfe von Malte Widenka, der die Domain schon früher mal gesichert hatte, konnte ich heute früh noch die Adresse percanta.de (statt nur percanta.wazong.de) für die Seite aktivieren.

Im Moment sieht es bis auf die Headergrafik noch wie ein frisch aufgesetztes WordPress aus, am Design muss also noch etwas getan werden, es gibt aber schon einen Umzugsartikel. Deshalb wünsche ich der Percanta schon mal viel Spaß und uns mehr zu lesen.

(ich bin dann wieder auf der Baustelle)

Donnerstag, 27. September 2012
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Start der Iron Blogger Stuttgart

, 22:49

Ich hatte es schon angekündigt, und jetzt ist der Startschuss für das Iron-Blogging in Stuttgart gefallen.

Wie vorher schon vereinbart trafen sich einige der Interessenten in einer Session auf dem Barcamp Stuttgart und redeten noch einmal über die Regeln:

Es wurde vereinbart, gleich nach dem Barcamp zu starten. Nicht zu bloggen wird also in Zukunft teuer, was meiner Disziplin in diese Richtung hoffentlich etwas auf die Sprünge hilft.

In der Gruppe habe ich ein wenig die Technik übernommen und gleich mit den Vorarbeiten begonnen:

Dann habe ich Kontakt mit @chaosblog aufgenommen, der die automatische Aggregation für die Berliner Ironblogger aufgesetzt hat. Er hat mir einen Link zu seinem Erklärbärartikel geschickt, und ich habe mit den Pythonskripten herumzuspielen angefangen. Die Skripten laden die Feeds der konfigurierten Blogs, zählen die wöchentlichen Artikel, rechnen die Schulden aus und veröffentlichen eine Zusammenfassung. Das sieht dann (im Moment) so aus:

In die Vorlagen muss ich noch deutsche Texte einbauen, denn so weltläufig wie Berlin sind wir hier nicht ;-).

Die Buchhaltung wird interessanterweise mit Ledger gemacht. In das muss ich mich noch einarbeiten (vor allem, wie die Abrechnung bezahlter Schulden funktioniert). Aber ich habe ja noch bis Sonntag Zeit, das ordentlich zu verstehen…

Und jetzt weiter im Programm, nur öfter.

Ach ja: im Interesse der Offenheit (vgl. #shareyourstats) kann man sich auch die Zugriffsstatistsiken auf das Aggregationsblog ansehen.

Mittwoch, 19. September 2012
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Doppelpunkt, Minus, Klammer zu

, 09:30

Happy Birthday, Emoticon. Heute vor genau 30 Jahren wurde der Smiley erstmals von Scott Fahlman in einer bboard-Diskussion (Vorläufer des Usenet) an der Carnegie Mellon Universität vorgeschlagen:

19-Sep-82 11:44 Scott E Fahlman :‌-)
From: Scott E Fahlman

I propose that the following character sequence for joke markers:

:‌-)

Read it sideways. Actually, it is probably more economical to mark
things that are NOT jokes, given current trends. For this, use

:‌-(

Wie man sehen kann, ist sein trauriger Kollege ganz genau so alt, hat seine heutige Bedeutung aber erst später gefunden.

🙂

Montag, 3. September 2012
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#609060, und was so „normal“ ist

, 21:24

Die Geschichte ist jetzt schon ein paar mal erzählt worden, drum nur die extreme Kurzzusammenfassung: die @journelle fühlte sich unwohl mit der Darstellung von Mode auf gängigen Abbildungen (nämlich immer an dünnen Models) und wollte dem Bilder normaler Menschen in normaler Oberbekleidung entgegensetzen. Aus einem Tippfehler entstand noch das passende Hashtag #609060 (statt 90-60-90) und fertig war das Mem auf Instagram.

Ich dachte erst, von „normal“ nicht mitgemeint zu sein, und wollte daher nicht teilnehmen. Dann fiel mir aber auf, dass das meine eigene Schuld ist: wenn ich an der Auslotung des Wortes „normal“ nicht teilnehme, dann reicht es auch nicht bis zu mir. Ich habe deshalb auch angefangen, Bilder von mir auf Instagram zu stellen (und auch hierher), und es waren meine bisher am positivsten aufgenommenen Bilder dort (eventuell sagt das aber auch etwas über meine sonstigen fotografischen Qualitäten aus, wer weiß).

In diesem Entschluss wurde ich eigentlich noch bestärkt, als die Kritik an der Aktion anfing. Die vielen verschiedenartigen und oft recht platten Vorwürfe hat @jawl schön hier zusammengefasst:

  • Dass wir als Gruppe ja wieder nur dünne Frauen sind und damit alle dicken aussperren
  • Dass ich als Mann da in der Gruppe ja gar nichts zu suchen habe
  • Dass da in der Gruppe ja nur weiße Frauen (und Männer) sind und wir also schwarze diskriminieren
  • Dass da ja gar keine Männer sind
  • Dass das Wort »normal« ja nicht gut ist, weil [verschiedene Erklärungen]
  • Dass X die Regeln gebrochen hat, weil sie zusätzlich zu 609060 noch mit einen weiteren, auf Gewichtsreduzierung ausgerichteten Begriff getaggt hat
  • Dass Y die Regeln gebrochen hat, weil er kein fullfrontal-Foto ohne Kopf vor dem Spiegel aufgenommen hat
  • Dass das ja doch wieder nur im Web ausgelebter Exhibitionismus wäre

Hier habe ich deshalb schon einmal geantwortet:

Was ist denn die Alternative? Dass sich die Leute nicht zeigen und der Bereich der abgebildeten Norm auf die üblichen Modelmaße zurückschrumpft?

Jeder einzelne kann natürlich weder die Norm festlegen noch eine große Bandbreite zeigen. Der Trick ist ja gerade, dass möglichst viele verschiedene Leute teilnehmen (weshalb ich auch, wie oben schon herausgestellt, dabei bin, obwohl ich wirklich weit von thin privilege entfernt bin).

Oder nochmal anders ausgedrückt: natürlich bin ich viel zu dick. Laaaangweilig, das weiß ich schon! Wenn ich mich dadurch aus dem Spaß des gemeinsamen Bilder-ins-Internet-Stellens ausschließen lasse wird’s aber nicht besser, sondern die Bildersammlung sieht nur mal wieder so aus, als ob es überhaupt keine Fetten geben würde. Das ist für mich keine gute Alternative, und deshalb sind meine Bilder dabei — trotz Größe XXX(X)L.

Das einzige, was mir unangenehm war, waren die (zur Selbstanonymisierung?) abgeschnittenen Köpfe vieler Teilnehmer (auch ein Kritikpunkt in Anke Gröners erheblich differenzierterem Artikel). Aber weil das eben kein Verein und keine Gruppe ist (siehe Christians bereits oben verlinkter Artikel), habe ich die „Regeln“ in diesem Punkt kurzerhand für mich geändert.

Normal ist, was wir dazu machen.

Update:

Bitte das noch lesen … und das auch.

Donnerstag, 23. August 2012
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Währenddessen bei Formspring…

, 21:01

Hier mal wieder ein Schwung gesammelte Antworten aus dem beliebten Fragedienst:

Hast du sowas ein Motto, was dich durchs Leben begleitet?
Eigentlich nie wirklich ein Motto, aber erstaunlich oft die Wahrheit: „Viel hilft viel.“

Herz oder Kopf? Worauf sollte man hören?
Die haben beide ihre geeignete Verwendung zur jeweils passenden Entscheidung. Am besten ist natürlich, wenn sie sich einig sind.

Wie scheiterst du am Liebsten? #samstagsfrage
Spektakulär

Meldest Du Dich jedesmal bei facebook ab? Bei Google? Bei anderen Diensten? (Wenn Du Dich bei manchen abmeldest, bei manchen nicht: Wonach unterscheidest Du?)
Auf meinem eigenen Computer bleibe ich überall immer angemeldet, dafür ist der mit Passwort und Festplattenverschlüsselung (FileVault 2) versehen, so dass es hoffentlich unverhältnismäßig hohen Aufwand bedeuten würde, über diesen Weg einzudringen.

Auf fremden Computern melde ich mich ab, lösche sogar zum Teil die gespeicherten Daten aus Historie und Keksspeicher — je nachdem, wie paranoid ich gerade im Bezug auf den Besitzer des Rechners bin.

Zusätzlich setze ich wo’s geht TLS-Verbindungen (aka https) ein.

mehr…

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