Sonntag, 12. November 2017
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Was wurde eigentlich aus … dem Drucker?

, 22:23

Hier im Blog gab es in letzter Zeit einige Geschichten, die in losen Enden mündeten. Die will ich jetzt alle mal wieder anbinden.

Der erste Artikel dieser Reihe soll sich mit dem Drucker beschäftigen. Ich hatte ja in den leeren Raum hinein gefragt, ob ich den leicht lädierten und 18 Jahre alten Drucker noch weiter am Leben halten soll oder doch über eine Neuanschaffung nachdenken darf. Und was soll ich sagen? Das Publikum war nicht besonders hilfreich; auf facebook gab es zwar einige Likes für die Frage, aber keine richtige Antwort (na gut, eine Stimme für „behalten“ direkt in den Kommentaren auf dem Blog).

Es ging für den alten Drucker nicht gut aus … oder vielleicht doch. Jedenfalls habe ich einen neuen Drucker gekauft, endlich in Farbe und mit Duplexdruck. Der alten Drucker wurde, wie in Stuttgart nicht unüblich, mit einem Schild „Drucker zu verschenken. Funktioniert.“ an der Straße ausgesetzt. Er war am Abend des nächsten Tages verschwunden, und ich hoffe, dass er ein schönes neues Zuhause gefunden hat.

Sonntag, 29. Oktober 2017
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Abschied von flattr

, 23:29

flattr war eine gute Idee: damit war es möglich, einen monatlichen Betrag festzulegen, der dann auf „Dinge“ im Internet verteilt wurde, wenn dort ein spezieller „flattr“-Knopf gedrückt wurde. Am Anfang meldeten sich dort wahnsinnig viele Leute an — wahrscheinlich in der Hoffnung, jetzt mit ihren Blogs / Podcasts / Programmen reich zu werden. Ich schrieb damals schon, dass es in dem System auch Nettozahler geben müsste (und ich war immer einer).

Die Euphorie war leider schnell vorbei, als alle feststellten, dass auch mit diesem Dienst nicht alle reich werden können. Für meine Zwecke funktionierte es aber sehr gut, und ich freute mich, dass bei manchen Kreativen (insbesondere in der Podcastszene) ein kleines Zusatzeinkommen raussprang, das sicher die eine oder andere Veröffentlichung ermöglichte.

So dümpelte es jetzt einige Jahre vor sich hin, und auch nach längerer Zeit scheint es sich für die Betreiber nicht ausreichend gelohnt zu haben, um den Dienst weiter zu betreiben. Deshalb tat man sich nun mit der Firma eyeo zusammen, die mit AdBlock plus nicht gerade den besten Ruf des Internets hat, und stellte mit großem Tamtam letzte Woche flattr 2.0 vor.

Die flattr-Aktion soll in Zukunft auf jeder unterstützenden Seite automatisch mit einem Browserplugin ausgelöst werden, ganz unabhängig davon, ob ich den Inhalt gut finde. Das ist ein Bruch mit dem ursprünglichen Grundprinzip.

Ganz abgesehen davon finde ich mich auf der neuen Webseite überhaupt nicht mehr zurecht: es ist mir ein Rätsel, wo und wie ich da jetzt überhaupt noch Geld einfüllen sollte (und die 7,66 $ Einnahmen, die da noch rumliegen, wollen sie mir nur geben, wenn ich einen Ausweis hochlade — oder so).

Also nehme ich das als Anlass, flattr aufzugeben; die gute Idee hat leider nicht gehalten.

Sonntag, 22. Oktober 2017
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Verpasste Jahrestage

, 23:09

Zu lange bin ich jetzt schon nicht mehr hier zum Schreiben gekommen. Inzwischen haben sich gleich einige Dinge gejährt, ohne von mir gewürdigt worden zu sein.

  • 10 Jahre Barcamp Stuttgart
    (und bei 9 davon war ich auch)
  • 43 Jahre ich
  • 5 Jahre Iron Blogger Stuttgart
    (das hätte man eigentlich feiern sollen)
  • 2 Jahre ohne Auto
    (klappt noch immer prima)
  • 1 Jahr Hund
    (also ein Jahr ist sie jetzt alt geworden, bei uns ist sie erst seit März)

Das gibt es also noch einiges nachzuholen. Hoffentlich komme ich in nächster Zeit nochmal dazu.

Sonntag, 24. September 2017
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Meine #btw17

, 17:45

Ich war vorhin wählen, aber bei keiner Bundestagswahl ist es mir bisher so schwer gefallen, mich für eine Partei zu entscheiden.

Die letzten beiden Male sah ich mich klar im Lager der Piratenpartei, aber die trat in letzter Zeit leider in der Bundespolitik überhaupt nicht mehr in Erscheinung — und wenn, dann hatte sie auf die aktuellen Fragen leider nur unzureichende Antworten. Die internen Streitigkeiten haben wahrscheinlich auch die letzten progressiven Denker vergrault, und vom Rest fühle ich mich im Moment nicht repräsentiert.

Was also wählen? Viele (AfD, CDU, FDP, aber auch SPD) kann ich gleich selbst ausschließen, weil mich ihre Handlungen der vergangenen Legislaturperioden schon verärgert und/oder abgeschreckt hat, und für den Rest gibt es ja zum Glück so praktische Helfer, um die Programme mit der eigenen Meinung abzugleichen.

Dies sprach also der Wahl-o-Mat:

Wahl-O-Mat-Ergebnis

Und bei Wen wählen sah es auch nicht viel anders aus:

Wen Wählen - Ergebnis

Piraten, Linke, Grüne und Die PARTEI kamen also in die engere Auswahl. Die Piraten hatten wir ja oben schon, die wollte ich diesmal nicht wählen. Die PARTEI finde ich lustig aber in ihren Aussagen und Aktionen doch etwas zu sprunghaft. Ich weiß, dass das als Satire gemeint ist, aber wählen bedeutet ja immer auch, dass man sich die gewählten an der Macht vorstellen können muss. Das war nicht der Fall. Die Grünen haben wir in Baden-Württemberg jetzt schon länger in der Landesregierung, und ich bin ein wenig davon enttäuscht, wie wenig sie zu ihren Idealen stehen, wenn sie dann mal was zu entscheiden haben. So ist es am Schluss doch die Linke geworden, obwohl sich Sahra Wagenknecht viel dafür getan hat, mich davon abzuhalten.

In wenigen Minuten schließen die Wahllokale, und so schwer wie es mir gefallen ist, mich für eine Partei zu entscheiden, so schwer fällt mir diesmal auch die Vorhersage des Ergebnisses.

Mittwoch, 13. September 2017
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Nicht öffentlich

, 22:57

Nachdem das letztes Jahr auf so positives Echo gestoßen ist, hat uns der CCCS auch dieses Jahr wieder eingeladen, um aus den Protokollen des NSA-Untersuchungsausschuss vorzulesen.

Der Text mit dem schönen Titel „Nicht öffentlich“ stammt wieder von Anna Biselli und Kai Biermann (netzpolitik.org) und wurde von ihnen auch schon auf dem 33C3 aufgeführt.

Das ganze ist morgen um 19:30 im Max-Bense-Forum im Untergeschoss der Stadtbibliothek Stuttgart am Mailänder Platz zu sehen. Der Eintritt ist frei, und die Veranstaltung ist trotz ihres Titels sehr wohl öffentlich.

Sonntag, 13. August 2017
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Der hat immerhin fast 1600 DM gekostet

, 22:34

Der Drucker ist jetzt volljährig, und der Toner geht langsam aus (natürlich nicht der erste Toner, am Anfang wurde der Drucker erheblich mehr benutzt als jetzt). Ein paar mal wird sich das Druckbild noch durch Schütteln wieder verbessern lassen, aber dann stehe ich vor der Wahl:

Soll ich wohl nochmal neuen Toner kaufen oder lieber einen neuen Drucker? Eigentlich funktioniert er ja noch ganz gut für sein Alter, aber manchmal zieht er mehrere Blätter auf einmal ein. Und eigentlich würde ich manchmal gern in Farbe drucken können.

Wie lange muss ich einem nicht mehr zeitgemäßen aber noch funktionierenden Gerät im Sinne der Nachhaltigkeit treu bleiben?

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Wenigstens gut gegangen

, 22:24

Der Vorsatz mit den Schritten im 321 Blog! klappt im Moment gut: diese Woche habe ich nicht nur durchschnittlich mindestens 10000 Schritte pro Tag geschafft sondern an jedem einzelnen Tag.

Durchschnitt: 11325 Schritte

Der Einfluss auf’s Gewicht hält sich leider in Grenzen. :-/

Sonntag, 30. Juli 2017
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Zu viel auswärts Essen

, 22:52

(Kopie, Original im 321 Blog!):

In den letzten zwei Wochen bin ich zu oft in Restaurants gewesen. Es gab immer gute Gründe, und das Essen war immer ok, meistens sogar gut, doch irgendwie esse ich dann immer mehr als anders.

Beziehungsweise noch schlimmer: wenn ich einen Tag ordentlich geschlemmt habe, dann habe ich auch die nächsten Tage irgendwie mehr Appetit.

Schnitzel beim #SchnitzelSVitello Tonnato und Bandnudeln im Piloni

Fleischküchle im Biergarten auf der KarlshöhePizza mit Oliven und Speck

Das Ergebnis: schwankendes Gewicht.

157,7 kg155,2 kg

Immerhin klappt das mit dem Schrittziel ganz gut, so dass ich mich wirklich mehr bewege.

Sonntag, 16. Juli 2017
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Geringe Erwartungen

, 22:14

Ich habe mir im auf 321 Blog! nicht viel vorgenommen. Auf Normalgewicht kommen? Illusorisch. Das Abnehmduell gewinnen? Eher nicht.

Was also will ich erreichen?

  • Durchschnittlich täglich mindestens 10000 Schritte gehen. Das klappt bisher ganz gut.
    10559 Schritte
  • Wieder unter 150 kg kommen, damit ich wieder im Belastbarkeitsbereich meines Trimmrads bin. Da arbeite ich dran.
    155,7 kg

Ja, und das reicht dann eigentlich auch schon…

Sonntag, 2. Juli 2017
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Digitalüberforderung

, 21:54

Ich muss mein digitales Leben wieder in den Griff bekommen. Ich habe mir viele Dinge vorgenommen, komme aber zu keinen davon.

Meine Aufgabe im Beruf ändert sich gerade, da gibt es einiges zu lernen. Gleichzeitig gehen die Kinder immer später ins Bett; Ruhe ist da oft erst kurz vor 22:00. Und dann haben wir ja jetzt noch einen Hund, der um 23:00 rum noch einmal eine Runde gehen muss. Danach bin ich meistens so müde, dass ich dann ab ins Bett muss (der Wecker klingelt aber auch um 05:30, das ist also nur vernünftig).

In dieser Stunde könnte ich natürlich durchaus noch was machen, aber meistens kann ich mich nicht mehr dazu aufraffen. Das ist nicht gut. Die ungelesenen Mails in meinem privaten Postfach haben vorübergehende die 5000-Marke überschritten. Jetzt sind sie zwar wieder näher an 4000, aber irgendwie muss ich mir was anderes einfallen lassen.

Irgendetwas muss ich ändern.

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Ich wähle den Donnerstag für das 321 Blog!-Startgewicht

, 21:42

(Kopie, Original auf 321 Blog!):

Mit unseren leicht geänderten Regeln ist es in der Startwoche klug, alle Messungen abzuwarten und dann die höchste auszuwählen. Das war bei mir der Donnerstag:

157,5 kg

Wie an der Grafik leicht zu erkennen ist, war die Schwankungsbreite aber ohnehin nicht so groß (an die neuen Grafiken muss ich mich erst wieder gewöhnen, denn Nokia hat Withings übernommen, und seitdem sieht alles komisch aus).

Auf ein lustiges Duell!

Donnerstag, 22. Juni 2017
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321 Blog! – Sommerduell 2017

, 23:09

Hallo, wir sind die, die zusammen abnehmen. Das funktioniert zwar nicht unbedingt besser, aber es macht mehr Spaß.

Darum rufe ich hiermit zum Abnehm-Sommerduell 2017 des 321 Blog! auf. Wir haben ein wenig am Regelwerk rumgedreht, insbesondere haben wir uns darauf geeinigt, keinen festen Wiegetag in der Woche mehr festzulegen. Ihr könnt Euch also entweder jeden Tag wiegen und die Messung aussuchen, die Euch in der Woche am besten gefallen hat, oder Euch selbst einen Wochentag festlegen.

Also, für alle, die mitmachen wollen:

  • Das Startgewicht wird in der Kalenderwoche 26 (das ist nächste Woche), das Endgewicht für die Wertung wird in der Kalenderwoche 38 (Herbstanfang, Bundestagswahl) ermittelt. Das sind insgesamt 13 Messungen.
  • Gewonnen hat, wer den höchsten Prozentsatz vom Startgewicht abnimmt. Einsatz sind von jeder/m Teilnehmer/in 10 € (z.B. als Amazon-Gutschein).
  • Mitmachen kann nur, wer (beim Start) auch wirklich übergewichtig ist, also einen BMI größer als 25 hat (im Wissen, dass der BMI kein wirklich guter Indikator ist).
  • Es sind in der Zeit mindestens 6 Blogposts hier im 321 Blog zu verfassen (das kann, muss aber nicht zwingend, über den Fortschritt des Duells sein).
  • Dabei soll der Abstand zwischen zwei Posts nicht mehr als 14 Tage sein (vordatieren ist erlaubt, zurückdatieren nicht — eine Blog-Aufholjagd in der letzten Woche ist also nicht erlaubt).
  • Verlinkung und Begleitung im eigenen Blog oder anderen Sozialen Netzen ist erwünscht aber nicht Voraussetzung.

Wer mitmachen möchte, kann sich da in den Kommentaren oder bei mir per Mail melden.

Sonntag, 14. Mai 2017
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Kommt zur 6. No-Spy-Konferenz!

, 23:46

(den Witz mit den Keksen hatte ich schonmal — aber wir haben wirklich Kekse)

Ja, wir sind tatsächlich schon bei der sechsten Ausgabe unserer Konferenz. Damit gehören wir schon bald zum festen Kanon der Bürgerrechtsveranstaltungen, was wir auch daran bemerken, dass sich Richard Stallman bei uns gemeldet hat, um zu uns zu sprechen — „nur“ als Videoschalte zwar, aber immerhin. Auch die anderen Vorträge versprechen interessant zu werden. Neben den üblichen Verdächtigen haben wir auch einige neue Vortragende gewinnen können (z.B. Udo Vetter).

Wer also am kommenden Wochenende noch Zeit hat: hier geht’s zur Anmeldung.

Übrigens: im Moment erscheinen auch endlich (pfeiff) die Aufzeichnungen der 5. No-Spy-Konferenz beginnend mit Julia Reda.

Sonntag, 16. April 2017
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Kein Sieg im Karfreitagsduell

, 22:01

Das 321 Blog!-Karfreitagsduell habe ich nicht gewonnen. Das kann ich sagen, obwohl ich am Karfreitag gar nicht mehr bei meiner Waage war.

157,1 kg

Aber um den Sieg noch davonzutragen hätte ich von Dienstag bis Freitag noch 15 kg abnehmen müssen. Ohne sich Gliedmaßen abzuschneiden wäre das kaum möglich gewesen. Trotzdem: immerhin habe ich ein bisschen was abgenommen und starte guten Mutes ins nächste Abnehmduell. Es gibt doch bald ein neues Duell, oder?

Inzwischen Frohe Ostern Euch allen!

Sonntag, 2. April 2017
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Es schwingt, aber es schwingt in die richtige Richtung

, 17:04

Mein Gewicht schwingt im 321 Blog! auf und ab, aber wenigstens ist die Hauptrichtung im Moment abwärts. Und das geht (leider) nicht mit Sport, weil mein Knie immernoch rumzickt. Wahrscheinlich muss ich damit doch nochmal zum Arzt gehen. Ok, ein wenig mehr komme ich durch den neuen Hund ja schon zum Gehen.

mehr Schritte

Dafür habe ich es in den letzten zwei  Wochen geschafft, mich etwas mehr beim Essen zusammenzureißen.

Das Ergebnis am Freitag:

156,5 kg

Donnerstag, 23. März 2017
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Auf den Hund gekommen

, 23:25

(ich bitte um Vezeihung für den Titel des Artikels; SCNR)

Wir haben jetzt einen Hund — und das, obwohl ich doch eigentlich ein Katzenmensch bin. Die Kinder wünschten sich schon seit einiger Zeit ein Haustier. Lange Zeit waren wir zwischen Hund und Katze unentschieden. Ich hatte früher mal eine Katze, Susanne hatte (nacheinander zwei) Hunde. Die Haltungsbedingungen (Stadtwohnung ohne Balkon oder Garten) wären für beides eigentlich gleich schlecht.

Wir waren deshalb letztes Jahr im Oktober mal in Botnang im Tierheim gewesen, aber dort schien man kein Interesse zu haben, eins der Tiere zu vermitteln (dies meisten sind nicht für Haushalte mit Kindern geeignet, die Katzen brauchen sowieso alle einen eigenen Garten, die Hunde sind eigentlich alle zu wild und nur in erfahrene Hände abzugeben). Dann war die Sache erstmal wieder eingeschlafen bis Susanne bei eBay Kleinanzeigen zufällig eine Anzeige mit „Mini-Maltesern zu verkaufen“ fand.

Nach der Kontaktaufnahme war schnell klar, dass es sich bei der Verkäuferin um die Schwester einer Bekannten handelt. Bei einem Besuch wurde man sich schnell einig, und zwei Tage später (es mussten schließlich noch Leine, Körbchen und Zeug gekauft werden) konnten wir mit einer kleinen Hundedame nach hause gehen.

Ihr Name war vorher Nala, aber die Kinder haben sie Lilly genannt. Sie ist fünf Monate alt und entweder ein ziemlich großer Mini Malteser oder ein recht kleiner Malteser. Eigentlich ganz niedlich.

Lilly, Hund

Ich bin ja nicht so hundeerfahren, aber ich finde den Hund bisher eher problematisch: draußen hat sie vor allem Angst (also: Stadtbahnen, Autos, Radfahrer, Fußgänger, raschelnde Bäume) und versucht jede Art von Gassigehen so schnell wie möglich hinter sich zu bringen. Ihr Geschäft erledigt sie dementsprechend drinnen, vorzugsweise nachts, so dass wir im Moment jeden Morgen nach dem Aufstehen Hundekacke aus Küche und Flur putzen. Zum ausgleich knurrt und bellt sie uns an, wenn wir in anderen Zimmern Geräusche machen.

Bisher überzeugt mich das Konzept Hund noch nicht so recht.

Mittwoch, 15. März 2017
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10 Jahre bei Twitter

, 20:58

Gestern war ich 10 Jahre bei Twitter. Zehn! Jahre! Krass.

Ich war damals relativ früh zur Party, und habe so gerade eben keine sechsstellige Benutzernummer mehr bekommen (1160081, der @textundblog, der 3 Tage vor mir dran war, ist noch unter der Million). Und in der Anfangszeit hat sich  Twitter auch tatsächlich wie eine immerwährende Küchenparty im Bistro des Großraumbüros angefühlt.

Dabei entstand viel Kunst und viel Blödsinn. Es gab Twitterlesungen (bei denen AFAIK nie was von mir vorgelesen wurde, Unverschämtheit!) und das eigene Genre der Twitteraturkritik entstand. Die Grenzen der kurzen Form wurde von kreativen Pionieren ausgetestet und erweitert. Gelegentliche Wahrnehmung durch den „Rest der Welt“ wurde noch gefeiert.

Dann entwickelte sich Twitter zum politischen und aktivistischen Werkzeug. Hashtags wurden Kennzeichen wichtiger Kampagnen, aber gleichzeitig wurde es auch ungemütlicher. Nur ein Bruchteil der angemeldeten Benutzer benutzt Twitter heute so wie wir am Anfang. Die meisten sehen darin wohl einen Dienst, um Nachrichten oder Äußerungen von Prominenten zu empfangen. Und von den Übrigen ist leider ein erstaunlich hoher Anteil damit beschäftigt, irgendetwas, oder jemanden zu hassen. Trotzdem bleibt es im Moment bedeutend, so dass zum Beispiel keine Wahlberichterstattung ohne eine Zusammenfassung von Tweets auskommt.

Ich selbst habe natürlich ganz viele wichtige Leute auf oder über Twitter kennengelernt, und ich wäre ohne Twitter nicht der gleiche Mensch. Ich hätte nie von den Iron Bloggern erfahren, ich wäre nie zu einem Barcamp oder zur re:publica gefahren. Viele Anstöße zum Nachdenken, besonders über gesellschaftliche Themen, hole ich mir über Twitter. Dort folge ich nämlich absichtlich auch Leuten, deren Meinung mich regelmäßig herausfordert. Oft stellt sich später raus, dass sie recht haben — oder ich zumindest nicht mehr recht habe als sie.

Aber vielleicht stimmt das auch alles nicht, denn ich schreibe ja auch noch länger in dieses Blog als in Twitter und hätte darüber in den letzten 10 Jahren vielleicht genau so interessante Leute kennengelernt (nur wahrscheinlich andere).

Es ist jedenfalls schön, mit diesen anderen Netzbewohnern so engen Kontakt zu haben. Das wünsche ich mir auch für die nächsten 10 Jahre. Das genaue Werkzeug ist dabei zweitrangig.

(vgl. drei Jahre , fünf Jahre, sechs Jahre, sieben Jahre)

Sonntag, 12. März 2017
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12 von 12 im März 2017

, 23:51

Wie, der 12. fällt schon wieder auf einen Sonntag? Ach ja, wenn kein Schaltjahr ist, ist das ja für Februar und März normal. Also wieder #12von12.

Und so verbringe ich einen ruhigen Sonntag:

Die Kinder finde ich im Wohnzimmer Compuerspiele spielend vor, draußen ist tolles Wetter.

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Sendung mit der Maus. Die Spülmaschine muss ich anstellen, obwohl sie noch nicht voll ist, denn ich habe keine Teller mehr.

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Einen Cappuccino und dann Englisch üben.

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Doch noch das gute Wetter nutzen und etwas spazieren gehen. Dabei ein Eis essen.

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Kochen und #Tatort.

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Brot backen, Bilder für diesen Beitrag auswählen.

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Und schon ist der Sonntag wieder rum.

Samstag, 11. März 2017
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Vom Schuldenberg ist nur ein Hügel übrig

, 10:51

Vor fast zehn Jahren haben wir diese Wohnung gekauft, in der wir jetzt wohnen.

Den dazu notwendigen Kredit haben wir „damals“ bei der Kreissparkasse Ebersberg aufgenommen, denn dort gab es Sonderkonditionen wegen des soundsovielten Jubiläums der Bank. Zu der Zeit waren 4.25 % p.a. ein echt guter Zinssatz, drum haben wir uns den für 10 Jahre festschreiben lassen.

Inzwischen war aber die Wirtschaftskrise von 2008, in der die Immobilienblase in den USA geplatzt ist (und nebenbei ein paar andere Dinge mitgerissen hat). Seitdem sind die Kreditzinsen in den Keller gefallen, so dass selbst der günstigere Zinssatz von 3,5% p.a., den wir uns damals für heute mit dem Abschluss eines Bausparvertrags gesichert hatten, jetzt absurd hoch erscheint.

Also haben wir jetzt einen neuen Anschlusskredit abgeschlossen (die Bank sagt „Darlehensverlängerung“), wieder bei der Sparkasse, die inzwischen zur Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg (KSKMSE) fusioniert ist. 1,15% Zinsen müssen wir in Zukunft noch pro Jahr bezahlen. Man hätte sicher auch irgendwo noch einen Zehntel Prozentpunkt weniger bekommen können, aber schon die Kosten des Umtragens der Grundschuld hätten diese Ersparnis aufgefressen.

Unsere monatliche Belastung, die im Vergleich zu den ortsüblichen Mieten vergleichbarer Wohnungen inzwischen lächerlich gering ist, haben wir ungefähr gleich gelassen und damit die Tilgung von 3,0% p.a. auf 6,02% p.a. erhöht.

Was all das zusammengefasst bedeutet ist, dass wir in etwa 6½ Jahren in unserer ganz eigenen Wohnung wohnen werden. Das ist dann rechtzeitig bevor wir vielleicht anfangen müssen, fürs Studium ausziehende Kinder bei der Finanzierung eines WG-Zimmers zu unterstützen.

Sonntag, 5. März 2017
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Wie man die Fastenzeit nicht beginnt …

, 17:53

… ist mit einem Firmenevent.

Ausgerechnet am Aschermittwoch waren wir mit der Abteilung in Klausur. Und nach Stundenlangen Vorträgen war das Abendprogramm der Veranstaltung ein Rittermahl auf Burg Steinsberg. Da gab es echt leckere Sachen in etwas rustikaler „ritterlicher“ Aufmachung; viele Gerichte kamen z.B. auf Platten und in Schüsseln zum selbst aufegeben, und auch die Getränke wurden in Steingutkrügen serviert.

Das Mahl wurde die ganze Zeit begleitet von einem Gaukler (hat ein wenig jongliert und Zaubertricks vorgeführt) und einem Zeremonienmeister, der auch auf sehr vielen verschiedenen mittelalterlichen Instrumenten gespielt und dazu ziemlich gut gesungen hat. Ich zeig hier mal die Speisenfolge:

Brot mit Quark vun vil gut Wyrtzkreytern, hier zu sehen zusammen mit der sprachlich an-ge-mittelalterlichten Speisekarte.

Speisekarte und Brot

Ziegenfrischkäse im Blätterteig und knackige Salate aus dem Burggarten

Ziegendrischkäse und Salat

Sud vun Lauch serviert im Brottopf

Lauchsuppe im Brottopf

Ganze Enten in der Schenke tranchiert mit Gemüse und Semmelknödel

Ente, Gemüse und Semmelknödel

Strudel aus Epfeln mit eyner Salse vun fremdlendisch Vanille

Apfelstrudel

Und von der Käsevariation konnte ich dann schon nichts mehr essen.

So eine Veranstaltung kann ich weiterempfehlen, aber sie hat zu einem kurzen Ausschlag nach oben im 321 Blog! geführt.

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