Freitag, 24. Mai 2013
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Donnerstag, 7. Februar 2013
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Meine Bilder, meine Besucher

, 22:33

Google hat’s echt im Gespür, wie man sich in die Nesseln setzt. Eine neue Version der Bildersuche ist angekündigt, die laut Google „faster, more reliable“ ist und „lets the images do the talking“. Für die US-Nutzer ist das schon freigeschaltet und über google.com auch aus Deutschland schon benutzbar, drum wollen wir uns das doch mal ansehen.

Zum Vergleich erstmal eine Ergebnisseite der bisherigen Bildersuche nach „Pitigliano“, von dem ich mal ein ganz brauchbares Bild gemacht zu haben scheine:

Bildersuche: alt

Jetzt das gleiche mit der neuen Suchfunktion:

Bildersuche: neu

Die umgebende Webseite wird nicht mehr automatisch aufgerufen, stattdessen erscheint eine Fläche mit einem größeren Vorschaubild und den folgenden Wahlmöglichkeiten:

  • Seite besuchen (führt zur Seite)
  • Originalbild anzeigen (führt direkt zum Bild)
  • Bilddetails (führt zu einer Ähnlichkeitssuche mit dem Bild als Ausgangsbild)

Ein Untertitel warnt: „Das Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt.“, trotzdem kann der Benutzer das Bild sofort in voller Auflösung herunterladen, ohne mit eventuell auf der Seite vorhandenen Hinweisen zur Verwendung behelligt zu werden. Um das klarzustellen: Google klaut die Bilder nicht (und „klauen“ ist natürlich ohnehin die falsche Metapher) sondern verlinkt auf die Originaldatei auf dem Originalserver — aber auf eine Weise, die den Besucher nicht mehr auf die Seite lenkt, und ihn damit auch nicht in den heute üblichen Statistiktools auftauchen lässt (wer will schon zurück zu webalizer).

Aus Nutzersicht spricht natürlich einiges für die neue Implementation: wie oft ist es z.B. schon passiert, dass ich auf die Seite kam, auf der das Bild angeblich sein sollte, und es war nirgendwo zu sehen (z.B. weil Google das Bild auf Seite 7 eines Blogs oder Forums gefunden hatte, und es sich inzwischen auf Seite 9 befand)?

Aber Google tut hier genau das, was die Zeitschriftenverleger ihnen als Begründung für das unselige Leistungsschutzrecht ununterbrochen vorwerfen: sie binden urheberrechtlich geschützte Werke anderer auf der eigenen Seite ein, ohne dabei auf eventuelle Lizenzregelungen zu achten. Die Anzeige der verkleinerten Vorschaubilder in den Suchergebnissen der Bildersuche ist Google ohne besondere Genehmigung gestattet, und möglicherweise deckt das entsprechende BGH-Urteil auch diese neue Variante ab, aber wie auch schon bei Stefan Niggemeier zu lesen war ist die Änderung gerade in der aktuellen Lage der Diskussion zumindest extrem ungeschickt.

Unter „Verteidige Dein Bild“ hat sich jetzt eine Online-Petition (Ok, etwas wirkungsloseres gibt es kaum, aber es geht um den symbolischen Wert) gegen die neue Bildersuche formiert, die ich auch mitunterzeichnet habe. Und wenn das auch nichts hilft, dann muss ich eben wieder die Maßnahmen von damals rauskramen.

Mittwoch, 17. Oktober 2012
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18:25  RT @jbenno: Nur noch wenige Minuten! Petition gegen die GEMA-Vermutung mitzeichnen! epetitionen.bundestag.de/petit…35441.html  #


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Dienstag, 13. September 2011
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Gegen Überwachung sein (und das zeigen)

, 13:18

Wir hatten mal eine Vorratsdatenspeicherung. Die sah vor, dass Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen wie eMail, (Mobil-)Telefon, Internetzugang oder Verbindungsanonymisierung für ein halbes Jahr die Verbindungsdaten und Standortdaten (nicht aber die Inhalte) aller über sie getätigten Verbindungen speichern mussten, und dass sie diese den Strafverfolgungsbehörden unter bestimmten Bedingungen auszuhändigen hatten. Diese Variante hat das Bundesverfassungsgericht kassiert, weil die ständige Überwachung aller in keinem Verhältnis zum Nutzen steht.

Seitdem wird aus der Politik und Polizeikreisen ununterbrochen genölt, dass jetzt ja keine ordentliche Strafverfolgung mehr möglich sei. Den Beweis des Nutzens sind sie dabei bisher schuldig geblieben, aber man kann ja mal fordern (im Zweifel braucht man dazu nämlich auch einfach gar keinen erkennbaren Zusammenhang).

Auch wenn es  in den letzten Wochen einige Unruhe in den Reihen der Netzaktivisten darüber gab, was jetzt Teil der abzulehnenden Speicherung ist und was nicht, so sollte man doch unbedingt heute noch die Petition mitzeichnen, die sich für ein Verbot der Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung ausspricht.  Klar muss die Regierung sich daran nicht halten, sie bekommt dadurch aber mal wieder die Existenz der Gegenmeinung ins Gedächtnis gerufen.

Mehr Informationen gibt’s beim Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung.

Donnerstag, 1. September 2011
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Freitag, 19. Februar 2010
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Der Bundestag möge beschließen …
Jens Arne Männig:

"Der Bundeshofnarr wird auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Deutschen Volk direkt gewählt. Er hält den Rang eines Bundesministers und ist zu keiner Zeit verpflichtet, sich der Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers gemäß Artikel 65 Grundgesetz zu unterwerfen."

Brillant!
aus Delicious/steinhobelgruen

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Dienstag, 26. Mai 2009
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Symbolische Zahlen

, 17:02

Eigentlich ist 100000 auch keine erheblich höhere Zahl als 97032, aber da morgen eine öffentliche Anhörung zur Petition „Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten“ stattfindet, wäre es symbolisch schon hübsch, wenn das Doppelte der notwendigen Zahl bereits auf der Uhr stünde.

Deshalb schnell heute noch unterschreiben, denn ausgerechnet morgen früh macht das Petitionssystem eine Wartungspause!

(Bild: „Milestones“ von „Anita363“ auf flickr)

Mittwoch, 6. Mai 2009
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Jetzt etwas tun gegen Internetsperren!

, 16:11

Es ist ja nicht so, dass Deutschland tatsächlich in allen Belangen der Demokratiemodernisierung auf Entwicklungslandnieau wäre. Das e-Petitions-System des Bundestags ist zum Beispiel eine tolle Sache, und es existiert schon seit 2005.

Am Montag habe ich mal wieder so eine Petition „mitgezeichnet“; eine gegen das anstehende Zensursulagesetz, auf die mich @abotis aufmerksam gemacht hatte. Ich war Mitzeichner Nummer 34 und rechnete damit, dass es sich dabei um einen ähnlich symbolischen Akt gehandelt hatte wie es auch ein Blogbeitrag hier ist (den lesen zwar schon so 5 Leute, aber politisch bewirkt der überhauptnichts).

Dann war ich mal kurz abgelenkt, und als ich wieder hinsah, da waren es bereits 34164 Mitzeichner, und Rivva war voll von Artikeln

Sollte unsere kleine Internetgemeinde etwa doch etwas bewegen können? 50000 Mitzeichner würden den Bundestag dazu zwingen, sich mit dem Anliegen zu beschäftigen (natürlich ergebnisoffen, aber immerhin). Wer also noch nicht drinsteht: das ist die Chance, etwas zu unternehmen. Bitte alle „unterschreiben“ — noch bis 16. Juni 2009.

Montag, 4. Mai 2009
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11:17  #Petition zeichnen: Internet – Keine #Indizierung und Sperrung von Internetseiten http://tr.im/kpfa – #zensursula (via @Puh, @abotis#


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Donnerstag, 28. Februar 2008
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Nogger choc ist wieder da

, 14:34

Man hätte es zwar schon hier in den Kommentaren lesen können, aber es ist mir heute tatsächlich im real,- an der Eistheke aufgefallen: Langnese hat tatsächlich auf die Petitionen reagiert.

Jetzt bitte noch Twix wieder in Raider und m&m’s in Treets zurückbenennen!