Autor: dentaku
Site Reliability Engineer, Internet-Ureinwohner, Infrastrukturbetreiber, halb 23-Nerd halb 42-Nerd, links, gesichtsblind.
Schreibt mit "obwaltendem selbstironischem Blick auf alles Expertentum" (Süddeutsche Zeitung)
Wieso wir gegen das Leistungsschutzrecht sind
»Dem Gedanken des LSR zufolge gibt es Content, der dem LSR unterliegt und es gibt Content, der dem LSR nicht unterliegt, weil er nicht von einem Presseverlag im Sinne des LSR generiert wird und daher durch das LSR nicht geschützt wird.
Das LSR und seine bisher bekannten Umsetzungen definieren jedoch keinen Mechanismus, mit dem Content, der dem LSR unterliegt, in irgendeiner Weise identifizierbar wird.«
Weshalb mit dem Leistungsschutzrecht dringend eine Computerlesbare Kennzeichnung LSR-Abgabenpflichtiger Inhalte einhergehen muss.
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Zu dumm: Warum sich inkompetente Menschen maßlos überschätzen
»Die Theorie des DKE besagt, dass inkompetente Menschen zu inkompetent sind, um ihre eigene Inkompetenz zu erkennen – und sich deshalb selbst für kompetenter halten als andere.«
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Das Internet wird uns vergessen
Das Internet wird uns vergessen
»Ich habe heute versucht all meine jemals abgesetzten Tweets zu archivieren. Auf Papier ausdrucken wollte ich sie, versehen mit einem Umschlag, um mit der Hand stolz darüberzustreichen, um danach das Buch mit auf den Stapel zu legen. 4634 Tweets sind es. Leider kann Twournal, ein Dienst der aus Tweets Bücher generiert, nur auf die letzten 3200 Tweets zugreifen. Das ist eine willkürlich gesetzte Grenze von einem Menschen der an einem Computer saß und bestimmte Interessen verfolgte.«
Genau deshalb archiviere ich selbst.
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Dropbox ist toll: auf vielen Systemen unterstützt, einfach zu benutzen, bis zu einem gewissen Volumen kostenlos und irrsinnig zuverlässig.
Aber man vertraut seine Dateien eben doch fremden Leuten an (mit den üblichen Implikationen), und dass die Größe geteilter Ordner jedem Teilnehmer einzeln vom Konto abgezogen wird, ist zumindest schwierig zu verstehen. Google Drive ist ungefähr dasselbe in blau-rot-gelb-blau-grün-rot.
An dieser Stelle tritt Sparkleshare auf den Plan. Damit kann man Ordner über mehrere Rechner (Windows, Mac und Desktop Linux sind im Moment unterstützt) und mit mehreren Personen synchron halten, ohne die Daten bei irgendeiner fremden Firma herumliegen haben zu müssen. Als Speicher fungiert die verteilte Versionsverwaltung git.
Ich will hier mal kurz vorführen, wie man sich das, sofern man einen Rootserver (oder virtuellen Server) mit ssh-Zugang hat, autark aufsetzen kann.
Heslacher Stadtbad
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Der Meteorit und das Leistungsschutzrecht
»Dass wir heute einen amerikanischen Kartendienst nutzen, um die nächstgelegene Apotheke in Buxtehude zu finden, ist eine Auswirkung dessen, dass deutsche Contentprovider lieber die Gesetzeskeule schwingen als innovativ und mutig zu sein.«
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»Das beweist wieder, was altgediente Blogger natürlich längst wissen: Bloggen ist gesund und hält fit. Es macht schlank und schön, es ist nicht nur bio – kein Massencontent – alles sorgsam auf dem eigenen Mist gezogen – sondern auch regio. Es schon die Umwelt, schärft den Blick und garantiert seidiges Fell und feste Krallen. Blogger nehmen ihre Umgebung genauer als andere wahr, sehen schärfer hin, hören besser, riechen besser und stehen öfter im Weg. Kein Sport ohne Risiko.«
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SuperFav: automatisch Tweets flattrn
Über flattr hatte ich ja schon ausführlich geschrieben, und ich halte es nach wie vor für die im Moment beste Idee zur freiwilligen Bezahlung von Netzinhalten. Leider ist es inzwischen aus vielen der Blogs, die enthusiastisch mit flattr-Knöpfen gestartet waren, wieder verschwunden — in manchen Fällen aus ästhetischen oder moralischen Überlegungen (nicht auf ideale flattr-Einnahmen hin bloggen wollen, ähnlich wie in dem Fall), oft aber auch weil der erwartete plötzliche Reichtum ausgeblieben ist. So ging in manchen Monaten mein ganzes Flattrgeld an einige wenige — hauptsächlich die Podcastabonnements (ok, ich bin da selbst nicht besser; hier kann man auch nichts flattrn, ich überlege aber gerade, das zu ändern).
Flattr hat das inzwischen auch erkannt, und so kann man seit einiger Zeit zusätzlich Benutzer und auch einzelne Tweets auf Twitter flattrn (und auch noch ein paar andere Dinge). Für Firefox und Chrome existieren zu diesem Zweck Erweiterungen, nur benutze ich Twitter extrem selten im Webbrowser, und das machte die Aktion „Tweet flattrn“ bisher zu einem umständlichen Unterfangen.
Das wird jetzt einfacher mit SuperFav. Der Dienst flattrt (im Moment) einmal am Tag alle gefavten Tweets (ist das überhaupt ein Deutscher Satz?), und macht die flattr-Benutzung somit zu einer so beiläufigen Tätigkeit, wie sie es sein muss, um ordentlich zu funktionieren.
Und: Liebe Twitterati, wenn Ihr noch nicht habt, dann legt Euch einen flattr-Account zu, sonst entgeht Euch in Zukunft der monetäre Teil meiner Wertschätzung.
Akzeptanz von Briefkastenwerbung
Akzeptanz von Briefkastenwerbung
»Lediglich 5,4 %, also ganze elf der Mieter oder Eigentümer wollten ihre Werbeprospekte so gern erhalten, dass sie die Plakette an ihrem Briefkasten in die Position Werbung, ja bitte! brachten.«
Interessante Statistik über Papierspam.
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How I Store My 1′s and 0′s: ZFS + Bargain HP Microserver = JOY
»I’m not building one of my kickass web hosting platforms here. It’s for storing those 1′s and 0′s, serving them back up at a reasonable speed and taking reasonable precautions not to lose the data.«
Auf den Merkzettel für den nächsten Heimserver. Wenn Notebooks in Zukunft keine rotierenden Platten mehr haben, dann werde ich nicht mehr alles spazieren tragen können/wollen.
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Textbausteine, ungeschützt
»Mache Deine Quellen unkenntlich, so wie es die Leistungsgeschützten auch gerne tun. Sie schreiben “Quelle: Internet”? Du schreibst: “Quelle: Kiosk”.«
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