Dienstag, 16. Juni 2009
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Warum ich Verlierer des Tages war…

, 11:20

… und jetzt ZENSIERT bin:

mein Avatar bei Twitter hat sich in letzter Zeit zweimal geändert. Das ist ein (wenn auch winziger) Protest gegen die Beratungsresistenz in Politik und Teilen der Presse, wenn es um das anstehende Gesetz zur Sperrung von Webseiten geht.

Die Politiker betreiben nämlich Wahlkampf mit dem Thema, während die Bildzeitung einfach nur den letzten Warnern unqualifiziert „Pfui“ entgegenruft.

Also: Informieren, dann selber entscheiden!

(heute kann man die PetitionKeine Indizierung und Sperrung von Internetseiten“ noch Mitzeichnen. Es handelt sich inzwischen ohnehin schon um die meistgezeichnete Petition seit der Einführung des e-Petitionssystems, aber jeder weitere Mitpetent erhöht natürlich die Symbolkraft noch)

(und man kann sich hier auch sehr einfach ein eigenes Protestgesicht basteln)

Mittwoch, 10. Juni 2009
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09:48  Nach Bitte dort http://is.gd/WOjn ein Banner auf https://wazong.de eingebaut. Wer noch nicht mitgezeichnet hat, der möge es tun! #Zensursula #


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Dienstag, 2. Juni 2009
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Streit um Internet-Filter: Die Generation C64 schlägt zurück – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt
Dass die Unterzeichner der Petition gegen das Filtergesetz es wagen, Vernunft und Bürgerrechte sogar unter dem Risiko, als Päderastenfreunde gebrandmarkt zu werden, zu verteidigen, ist eine Entwicklung, die es eigentlich zu feiern gälte. Hier setzen sich Menschen für sinnvolle Gesetze und demokratische Grundprinzipien ein, teils schamloser öffentlicher Diffamierung zum Trotz. Das passt besser zum 60. Geburtstag des Grundgesetzes als jede Sonntagsrede.
aus Delicious/steinhobelgruen

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Dienstag, 26. Mai 2009
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Symbolische Zahlen

, 17:02

Eigentlich ist 100000 auch keine erheblich höhere Zahl als 97032, aber da morgen eine öffentliche Anhörung zur Petition „Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten“ stattfindet, wäre es symbolisch schon hübsch, wenn das Doppelte der notwendigen Zahl bereits auf der Uhr stünde.

Deshalb schnell heute noch unterschreiben, denn ausgerechnet morgen früh macht das Petitionssystem eine Wartungspause!

(Bild: „Milestones“ von „Anita363“ auf flickr)

Montag, 18. Mai 2009
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Liebe Politiker…

, 10:26

…und die anderen 92%:  Ihr könnt das Internet haben. Wir „Pseudo-Computerexperten“ gehen weg und machen unser eigenes Netz auf (es fällt Euch sicher sowieso nicht auf, wenn wir dabei dieselbe Infrastruktur benutzen) … aber beschwert Euch nicht, wenn in ein paar Wochen eMail nicht mehr richtig funktioniert und/oder alle Windows-Computer komische Sachen machen.

Dienstag, 12. Mai 2009
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15:38  RT @jantheofel @nicolede Maximal 2e5 werden für die Petition sein, mehr Pädophile gibt es nicht in DE – WTF? #zensursula http://ow.ly/6qIy #


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Mittwoch, 6. Mai 2009
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Jetzt etwas tun gegen Internetsperren!

, 16:11

Es ist ja nicht so, dass Deutschland tatsächlich in allen Belangen der Demokratiemodernisierung auf Entwicklungslandnieau wäre. Das e-Petitions-System des Bundestags ist zum Beispiel eine tolle Sache, und es existiert schon seit 2005.

Am Montag habe ich mal wieder so eine Petition „mitgezeichnet“; eine gegen das anstehende Zensursulagesetz, auf die mich @abotis aufmerksam gemacht hatte. Ich war Mitzeichner Nummer 34 und rechnete damit, dass es sich dabei um einen ähnlich symbolischen Akt gehandelt hatte wie es auch ein Blogbeitrag hier ist (den lesen zwar schon so 5 Leute, aber politisch bewirkt der überhauptnichts).

Dann war ich mal kurz abgelenkt, und als ich wieder hinsah, da waren es bereits 34164 Mitzeichner, und Rivva war voll von Artikeln

Sollte unsere kleine Internetgemeinde etwa doch etwas bewegen können? 50000 Mitzeichner würden den Bundestag dazu zwingen, sich mit dem Anliegen zu beschäftigen (natürlich ergebnisoffen, aber immerhin). Wer also noch nicht drinsteht: das ist die Chance, etwas zu unternehmen. Bitte alle „unterschreiben“ — noch bis 16. Juni 2009.

Montag, 4. Mai 2009
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11:17  #Petition zeichnen: Internet – Keine #Indizierung und Sperrung von Internetseiten http://tr.im/kpfa – #zensursula (via @Puh, @abotis#


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Montag, 27. April 2009
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Wie aus Uneinsichtigkeit Zensur geschaffen wurde

, 00:19

Fassen wir nochmal zusammen:

Am 15.12.2008 las ich zum erstenmal von dem Gedanken, Kinderpornographie einfach aus dem Internet „wegzufiltern“. Damals wollte man noch Software, die die Bilder (und Filme?) erkennnt, auf seinem Rechner installieren, andernfalls sollten die Provider keinen Zugang gewähren. Dass das technisch Quatsch war, war überall zu lesen, und auch die Provider werden es dem Herrn Innenminister Schünemann Erzählt haben.

Der Vorschlag blieb ein wenig rumliegen, kam dann aber technisch vereinfacht von höherer Politischer Ebene wieder zurück: nicht der Computer sondern das Bundeskriminalamt sollte die Kinderpornos erkennen und auf eine Liste schreiben. Die Liste müsse natürlich geheim sein, sie solle ja kein Einkaufszettel werden, und die Sperrtechnik solle schon auf Providerseite laufen (hätte auch zu blöd ausgesehen, diese hübschen iPhones zu verbieten). Ein Stoppschild wolle man anzeigen, damit klar würde, dass es hier nicht weitergehe. Ähnliches gebe es schließlich schon in einigen anderen Ländern, und dort funktioniere es prima. Die Bundesfamilienministerin Frau von der Leyen nahm sich der Sache an, Kinderpornos sind schließlich eine schlimme Sache.

STOPP!

Argumente, dass der Netzverkehr nicht nur aus http besteht verhallten ungehört, in P2P-Netzen und im Usenet kann man wohl keine plakativen Stoppschilder anzeigen.

Argumente, dass solche Sperren meist leicht zu umgehen sind, wurden lediglich zur Kenntnis genommen; eine Sperre für DAUs reicht wohl völlig (und wer weiß? Die technische Implementation soll ja nicht vorgeschrieben werden, einige Provider kennen sich möglicherweise doch mit Netzwerktechnik aus…).

Bis hierhin klang das alles noch nach dem üblichen Politikergestümpere der letzten Jahre. Jetzt tauchten aber die Sperrlisten der oben erwähnten anderen Länder (in denen das System so gut funktioniert) schon vor einiger Zeit im Netz auf, und mit denen gibt es einige Probleme.

a) Die meisten Links führen überhauptnicht zu Kinderpornographie. Für diesen Einwand gibt es eine zweistufige Lösung: 1. diese Listen darf keiner ansehen, es sind ja schließlich Links zu Kinderpornographie drauf. Überprüft werden dürfen sie deshalb auch nicht. Lösung 2: Wer sich zuviel damit beschäftigt, der wird einfach mit in die Reihe gestellt.

b) Die Links, die doch zu Kinderpornographie führen, deren Zielserver befinden sich zu einem ansehnlichen Anteil eigentlich durchaus innerhalb des Einflussbereichs der üblichen Europäischen Gesetzgebung, man könnte die also tatsächlich abschalten lassen (statt sie nur zu verstecken). Gegen diesen Einwand wird auf mehreren Ebenen vorgegangen: große Statistikgeschütze wurden aufgefahren; eine ganze Industrie stehe dahinter, die Rede ist von 400000 täglichen Klicks und Millionenumsätzen (Experten wunderten sich), da könne man unmöglich hinterherkommen. Diese Industrie gelte es auszutrocknen, indem man die „Kundschaft“ aussperre. Leute, die um diese Sperren herumzukommen wissen, die sind sowieso wahrscheinlich selbst so kriminelle

Es ist ja nicht so, dass es aus den Reihen der Netzexperten keine Hilfsbereitschaft geben würde, aber jetzt stehen wir trotzdem vor dem Ergebnis einer Augen-zu-und-durch-Politik: erst ein Vertrag, dann ein Gesetzesentwurf, der die Umleitung von URLs, die auf einer geheimen Liste stehen, auf ein Stoppseite vorsieht. Ganz kurz vor der Gesetzwerdung wurde übrigens die Kinderpornographieanforderung aus den eigentlichen Paragraphen in die Einleitung des Gesetzes verbannt (dem Inhaber der zu Unrecht gesperrten Seite steht zwar der Rechtsweg offen, der Provider muss aber trotzdem erstmal sperren).

Was haben wir jetzt also? Ein universell einsetzbares Zensurwerkzeug: theoretisch könnte das BKA in Zukunft jede beliebige Seite „aus Versehen“ und bis zum Beweis des Gegenteils vorübergehend aus dem Netz verschwinden lassen (ich will jetzt der aktuellen Regierung nicht unterstellen, dass sie derartiges vorhabe. Trotzdem darf man so ein Machtinstrument niemandem in die Hand geben). Dass damit Kinderleid verhindert wird bezweifeln sogar Missbrauchsopfer.

Und damit nicht genug: darüber, ob derjenige, dessen Surfweg an einem der Stoppschilder endet, automatisch mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen muss wechseln die Lehrmeinungen im Moment täglich.

(Ach ja, und wo man gerade dabei ist: da gibt es durchaus noch weitere Interessenten für einen Ausbau solcher Netzsperren…)

Sonntag, 26. April 2009
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wendehälse 2.0 – wirres
"witzigerweise sind die leute im bundestag ja der meinung, dass ihre wähler ihr treiben nicht als rückgratloses, verlogenes, doppelzüngiges treiben wahrnehmen und sie, wenn sie ein paar wochen vor der wahl nur ihr freundliches, verständnisvolles gesicht auzfsetzen wählerstimmen oder an glaubwürdigkeit gewinen könnten. klar, einerseits wohl durch erfahrung, bis jetzt sind sie ja immer mit jeden blödsinn durchgekommen und glauben wahrscheinlich tatsächlich, dass politik nichts mit überzeugungen, richtig oder falsch zu tun hat, sondern mit mehrheiten, kompromissen und machbarkeiten."

gefunden von Thomas Renger

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Mittwoch, 22. April 2009
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Von Laien regiert – Spreeblick streikt

, 12:28

Die Büchse der PandoraZensursula ist geöffnet, heute noch soll im Bundeskabinett der Gesetzentwurf für die „Sperrung“ von Internetseiten mit Kinderpornographie drauf verabschiedet werden.

Spreeblick sperrt daher heute zu und organisiert eine Google-Maps-Fähnchendemo. Tragt Euch alle ein!

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