Sonntag, 11. April 2010
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Gemeinsam mit der Technik groß geworden

, 22:23

Wir sind die letzte Generation, die am Computer programmieren musste.

Unseren ersten Computer bekam mein Vater 1981 (oder so) zu Weihnachten geschenkt. Der musste erst noch zusammengelötet werden (also der Computer, nicht mein Vater), und er begrüßte mich mit einem Leeren weißen Bildschirm und einem kleinen schwarzen Cursor (mit einem „K“ drauf) in der linken unteren Ecke.

Der Computer sagte seinem Benutzer damit: „Wenn Du jetzt nichts programmierst, dann passiert hier nichts.“ — und mit den  nächsten zwei Computern wurde das nur unwesentlich besser…

Ausserdem war es in dieser Zeit durchaus noch möglich, seinen Computer aus versehen einfach vollzuprogrammieren, und auf einen ineffizienten Algorithmus musste man nicht ein paar Sekunden länger sondern eventuell tagelang warten.

Diejenigen, die etwas jünger sind als wir (und natürlich erst recht, die jetzt erstmals auf den Computer treffen), die fanden ein komplettes System vor. Das ist natürlich toll, denn es erschließt den Computer erst für die Nichtprogrammierer, und es ermöglicht damit erst das Internet in seiner heutigen Form (denn machen wir uns nichts vor: wir Softwareentwickler allein erschaffen diese tollen Inhalte nicht, wir schaffen die Strukturen).

Das hat aber auch Nachteile. Selbst eigentlich fähige Softwareentwickler dieser Generation haben nie hardwarenah gearbeitet und konnten so kein Gefühl dafür entwickeln, was einem Computer leicht fällt, und wofür er sich anstrengen muss. Symptomatisch dafür ist vielleicht, dass dieser xkcd-Comic beim Herumzeigen unter Kollegen doch erheblich weniger verstanden wurde, als ich gedacht hatte:

Wir sind nicht die Digital Natives (wenn es die denn gibt), aber wir sind die Digital Pioneers, wie die Kaltmamsell schon vor einiger Zeit  ganz richtig schrieb.

Montag, 29. März 2010
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Von Kornkreisen, Apfelkraut und Analogfisch

„Es war (außer mir) nicht ein Twitterer anwesend. Und – so schlussfolgerte ich messerscharf aus dem Nichtvorhandensein von iPhones und deren Geschwistern – keine Forsquarer, Gowallas oder Qyper. Kurz: Ich war in ein Biotop von Analogen eingefallen, wie es in Lehrbüchern nicht besser hätte beschrieben sein können. Vorsichtig schmunzelte ich in mich hinein, denn mit einem Mal bekam ich Einblicke in eine vergangene Zeit, von der unter Unseresgleichen schon lange niemand mehr sprach.“

(@Mellcolm via @jawl)
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Mittwoch, 3. Juni 2009
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08:37  @fragezeichner He, Moment! Ich (34) will auch Mitglied der #GenerationC64 sein (aber 15 ist wirklich zu jung, da war Commodore nicht mehr). #
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Dienstag, 2. Juni 2009
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22:47  @ennomane Das ist dieselbe Generation, nur die Bezeichnung ist wie immer unglücklich (~ X, ~ Golf, ~ WWW, ~ Google, ~ C64,…) #
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Streit um Internet-Filter: Die Generation C64 schlägt zurück – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt
Dass die Unterzeichner der Petition gegen das Filtergesetz es wagen, Vernunft und Bürgerrechte sogar unter dem Risiko, als Päderastenfreunde gebrandmarkt zu werden, zu verteidigen, ist eine Entwicklung, die es eigentlich zu feiern gälte. Hier setzen sich Menschen für sinnvolle Gesetze und demokratische Grundprinzipien ein, teils schamloser öffentlicher Diffamierung zum Trotz. Das passt besser zum 60. Geburtstag des Grundgesetzes als jede Sonntagsrede.
aus Delicious/steinhobelgruen

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17:43  @saschalobo Wenn ich drüber nachdenke, dann kann ich mich mit der Bezeichnung „Generation C64“ immer besser anfreunden. #
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