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Eine etwas andere Hochzeitskutsche

Eine etwas andere Hochzeitskutsche

Dieses Bild: © Manfred Becker

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Rede des Brautvaters

Rede des Brautvaters

(plus Übersetzung)

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Hochzeitsgesellschaft

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Sektempfang

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Mit Familie

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Mit Chargen

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Was bedeuten diese Handzeichen?

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Das Paar

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…nur Augen für die Braut

...nur Augen für die Braut

(an diesem Tag kein Portraitfoto von Thomas)

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Braut

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Gratulation

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Spalier

Spalier
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Kurz vor der Kirche: letzte Bauarbeiten

Kurz vor der Kirche: letzte Bauarbeiten

(an der Frisur)

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Es fehlen noch Leute…

Es fehlen noch Leute...

(kurz vor knapp, Familie der Braut noch nicht vollständig)

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Es waren zwei Königskinder …

die hatten einander so lieb.
Sie konnten zusammen nicht kommen
das Wasser war viel zu tief.

Moment – weder handelt es sich hier um Königskinder, noch ist Wasser hier der Hinderungsgrund – es besteht also auch keine Gefahr eines vergleichbar dramatischen Endes. Ich nutze die mir freundlicherweise von Dentaku eingeräumte Möglichkeit, der Kategorie „St. Bürokratius“ einige neue Blüten internationaler Behördenselbst(- und Fremd-)beschäftigung zu schildern.

Von vorne: Ein schöner Tag im Frühherbst. Meine Verlobte Natalia und ich beschließen zu heiraten. Einfach so und ohne vorherige fachanwaltliche Beratung. Kurzentschlossen wird ein Termin bei unserem örtlich zuständigen Standesamt vereinbart (wir wohnen zusammen). Der Standesbeamte informiert uns kompetent und freundlich über die erforderlichen Unterlagen und das bürokratische Procedere. Kein großes Drama: Abstammungsnachweis (?! Würde mich auch interessieren. Geht sowas bis ins Mittelalter zurück? Haben die einen Stammbaum von mir?), Auszug aus Familienstammbuch und Einkommensnachweis (?!) von mir. Daß ich ledig bin, weiß das Standesamt „aus dem Computer“. Na gut – das klingt machbar. Einen Antrag auf Zusendung meines Abstammungsnachweises nach München, einen wegen des Familienbuchauszuges nach Mengkofen, fertig. Wozu die wissen müssen, was ich verdiene, ist mir zwar noch schleierhaft, aber sei’s drum: Kopie meiner Gehaltsabrechnung kommt auch noch in’s Paket.
Ungleich schwieriger bei Natalia: Sie ist ukrainische Staatsbürgerin. Der Aufenthalt hier dient ihrem Studium und ist mit einem Studentenvisum legalisiert – soweit also kein Problem – doch danach geht’s los…
Geburtsurkunde (OK, kriegen wir hin), Ledigkeitsbescheinigung (gibt’s sowas?) und dann war da noch das Problem des „Heiratsbefähigungszeugnisses“. Bitte was? Was genau da alles bezeugt wird – keine Ahnung. Im Grunde wird dieses Zeugnis für mich im Rahmen des Verwaltungsvorganges automatisch miterstellt. Es beinhaltet Dinge wie: Alt genug (Soso. Wozu ist eigentlich der Ausweis da?). Nicht bereits verheiratet (Aha. Wozu war nochmal die Ledigkeitsbescheinigung?). Nicht mit mir verwandt – kein Inzestverdacht.(Hmmm. Recht unwahrscheinlich bei uns beiden…).
OK. Also auch das! Und dann erklärt uns der freundliche Beamte, daß die Ukraine Heiratsbefähigungszeugnisse gar nicht ausstellt (sic!). Aber alles kein Problem: Die anderen gesammelten Unterlagen gehen zusammen mit unserem Antrag auf Verehelichung an das OLG in Stuttgart, wo sie mindestens sechs Wochen rumliegen, bevor ein staatlicher Rechtsexperte dank Röntgenblick und göttlicher Eingebung beschließt, daß Natalia wohl doch heiratsfähig ist und das in einem „Ersatzdokument“ auch bescheinigt.
OK. Soweit, so gut. Das mit dem „bald“ heiraten wird erstmal zu einem „in absehbarer Zeit“. Doch auch hier waren wir – wie sich bald herausstellen wird – deutlich zu optimistisch. Wird fortgesetzt …

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Hochzeit

Hochzeit (wurde nach fast 10 Jahren aber auch langsam mal Zeit)

Ich wechsle meinen Namen: Thomas Renger (daran muß man sich erstmal gewöhnen)