Dienstag, 27. Mai 2008
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Juhuu, der Staat soll’s richten

, 15:13

Wie schon vorhergesagt melden sich jetzt Befürworter einer zentralen Vorratsdatenspeicherung. Die Begründung ist aber interessant — ich hatte ja technische Gründe und die Schwierigkeit der Verheimlichung des Zugriffs gegenüber dem Telekommunikationsanbieter (der ja mit den bösen Jungs unter einer Decke stecken könnte) angeführt. Klaus Jansen, Vorsitzender des Bunds Deutscher Kriminalbeamter sagt aber (vie heise und die Neue Osnabrücker Zeitung):

Es ist doch offensichtlich, dass sensible Kundendaten bei privaten Unternehmen mehr als schlecht aufgehoben sind.

und

Die heutige Praxis einer sechsmonatigen Speicherung direkt beim Telefonanbieter öffnet Missbrauch Tür und Tor.

Man traut also den Unternehmen den Umgang mit ihren eigenen Kundendaten nicht zu (die erwähnte „heutige Praxis“ wurde doch gerade erst neu vorgeschrieben, das war vorher kürzer). Ob die Daten da beim Staat besser liegen? Ich glaub das ja eher nicht.

2 Reaktionen:

  1. Gravatar

    Meiner Meinung nach wird versucht Deutschland als Überwachungsstaat Nr1. da stehen zu lassen. Noch über den USA. Ob das ganze gemacht wird nur damit man auf uns gucken und staunen kann sei dahin gestellt. Daten wurden schon immer gespeichert. Auf was für eine Art auch immer. Wir haben bereits 5 nach 12.

  2. Gravatar

    Meiner Ansicht nach sollten zwar überhaupt keine Daten gespeichert werden, aber wenn, dann muss sichergestellt sein, das ein verantwortungsvoller Umgang gewährleistet ist.
    Das Problem ist imho das sich schwer kanalisieren lässt, das nur die Daten ausgewertet werden, die Spuren zu verfolgenswerten Vergehen darstellen.
    Kinderpornografie, Terrorismus, andere Radikale etc. sind sicher mehr als eine Ausrede.
    Doch wie heisst es so schön:
    „Wer bewacht die Wächter“

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