Donnerstag, 26. Februar 2009
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Blog Design 3: Lifestreaming hier

, 14:13

Ich bin nicht bei vielen Themen paranoid, aber den Verlust einmal angehäufter oder mühsam erzeugter Daten fürchte ich ständig. Dabei tippt man heutzutag ständig irgendwas in andererleute Server ein oder läd etwas auf andererleute Server hoch — fast immer auf kostenlosen Diensten, damit es von Freunden gelesen oder angesehen, weiterbenutzt oder kommentiert werden kann. Was passiert aber, wenn einer der Dienste plötzlich abgeschaltet wird (z.B. Pleite) oder Daten verliert (z.B. Datenbankcrash) oder Dinge löscht?

Außerdem ist all dieser „Content“ natürlich im ganzen Netz verstreut und somit schwer wiederzufinden. Dieses Problem lösen zwar Aggregatoren wie lifestream.fm oder friendfeed.com, aber das sind ja schon wieder externe Dienste (s.o.).

Es gibt dazu nur eine Lösung: alles muss hierher. Und weil ich nicht twitter und twitpic und flickr und del.icio.us (und was noch alles) nachbauen möchte (wer außer mir würde das dann auch benutzen?), drum kopiere ich die Daten von dort in Zukunft hierher (bei Tweets und Bookmarks klappt das schon, am Rest wird noch gebaut) und passe die Darstellung an den jeweiligen Inhaltstyp an (Tweets brauchen z.B. keine Überschrift, Fotos sind einfach nur Fotos). Dadurch kann plötzlich auch alles verschlagwortet und kommentiert werden; eine Fundgrube für meine vergangenen Gedanken, eine Hirnerweiterung.

Die übrige optische Gestaltung habe ich nur wenig angepasst: Dunkel auf Hell liest sich leichter, und ich zwinge jetzt alle Leser zu dem Hochformat, mit dem die Seite ursprünglich entworfen ist (Ich weiß, das ist jetzt nicht mehr modern, aber mein Browser hat normalerweise DIN-Hochkant-Format — und zwar seit XMosaic 1.0. Warum machen die anderen Leute ihre Browser so breit? So breite Zeilen kann man doch sowieso nicht lesen). Dazu kommt noch eine deutlichere Trennung zwischen Inhalt und Metadaten, fertig ist das neue Design. Hier nochmal zum Vergleich: links „Wazong 2“ und rechts „Wazong 3“ (erstellt mit dem großartigen Browsershots):

Ein paar noch frühere Designs der Seite — aber leider nicht alle — kann man übrigens hier und hier sehen, und demnächst erzähle ich nochmal mehr über die Technik.