Donnerstag, 29. Juni 2006
[*]

…und jetzt tief ausatmen

, 12:44

Gestern war ich zum ersten von zwei Partnerabenden im Geburtsvorbereitungskurs, an dem meine Frau teilnimmt. Erstmal war da eine Menge Theorie (Wie kommt so ein Kind eigentlich genau auf die Welt? Wann muß man ins Krankenhaus losfahren?), dann bekam es Workshop-Charakter („So, jetzt gehen mal alle Männer in den Nebenraum und überlegen sich, wie sie ihren Frauen denn dann bei den Schmerzen helfen könnenn und wollen.“), und zum Schluß folgten noch Entspannungsübungen.

Zu den Entspannungsübungen gehörte das Einstudieren einer Reihe von Haltungen, die für die Frau während der Wehen angenehm sein sollen. Viele davon bestehen einfach daraus, irgendwie auf dem Partner draufzuhängen — was für den wiederum nach etwa 5 Minuten problematisch wird, denn dann ziehen die meisten Figuren gehörig im Kreuz. Zum Glück soll so eine Wehe ja nur etwa eine Minute dauern…

rumhängen...

Eine Reaktion:

  1. […] Wieder einige Stunden und etliche Wehen später — zwischendurch wurde immer mal wieder der Muttermund kontrolliert und dem Tropf noch was krampflösendes hinzugefügt — waren die Schmerzen dann wieder unerträglich (und ich fast taub, weil Susanne — wie im Geburtsvorbereitungskurs gelernt — sich die Schmerzen mit einem langen und lauten Aaaaaaa erträglich machte). Da hilft nur noch PDA (nein, nicht so einer, sondern so eine). Eine Anästhesistin kam und legte einen Katheter in die Wirbelsäule (ich bekomme sofort Rückenschmerzen, wenn ich nur daran denke). Darüber wurde dann Schmerzmittel eingeleitet, was das Wehenschmerzenproblem für den größten Teil der restlichen Zeit beseitigte. Mittlerweile war es tief in der Nacht, der Schmerzmitteltropf (jetzt ja unnötig) wurde durch wehenfördernde Mittel ersetzt. In der Morgendämmerung war der Muttermund eigentlich ganz geöffnet, das Kind ließ aber auf sich warten. […]

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